UN-Agenturen und ihr Umgang mit Chemiefasern

Cover, UN-Agencies and their Treatment of Plastic Fibres
UN-Agencies and their Treatment of Plastic Fibres

Der Bericht in englischer Sprache kann hier heruntergeladen werden.

Die Aussagen der Organisationen der Vereinten Nationen haben erhebliches Gewicht und werden im Allgemeinen so ausgelegt, dass sie die Position der Organisation als Ganzes widerspiegeln. 

Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Analystin Veronica Bates Kassatly und der Statistiker Dr. Terry Townsend haben die Validität und Genauigkeit jüngster Veröffentlichungen von UN-Organisationen zur Nachhaltigkeit von Textil- und Bekleidungsfasern bewertet.

Interessenkonflikte statt Wissenschaft

Bates Kassatly/Townsend zeigen, dass sich einige aktuelle Veröffentlichungen diverser UN-Organisationen nicht auf die Arbeit anderer UN-Einrichtungen stützen, sondern auf die Analysen von Institutionen, die von Interessengruppen mit Eigeninteressen gegründet und finanziert werden.

Die Interessenkonflikte, die sich aus der Beteiligung von Akteuren ergeben, die eng mit der Produktion und Vermarktung von Kleidung fossilen Ursprungs verbunden sind, untergraben die wissenschaftlichen und sachlichen Grundlagen dieser Berichte. Damit werden globale Vereinbarungen verletzt und die Arbeit anderer Organisationen – in manchen Fällen sogar anderer Abteilungen derselben Organisation – konterkariert.

Gefördert durch die globalen Interessen der Baumwollwirtschaft und herausgegeben von der Bremer Baumwollbörse.

 

Veronica Bates Kassatly ist eine unabhängige Analystin für Nachhaltigkeitsfragen in der globalen Bekleidungsbranche. Als ehemalige Ökonomin und Analystin der Weltbank und kurzzeitige Miteigentümerin einer Nischenmodemarke ist sie eine führende Stimme in Sachen Nachhaltigkeit in der Bekleidungsbranche. Bates Kassatly ist Mitautorin zahlreicher Veröffentlichungen über die Auswirkungen von Bekleidung und Fasern sowie über ökologische Werbeclaims und die Gesetzgebung, darunter vier Veröffentlichungen mit Professor Doro Baumann-Pauly für das Geneva Center for Business and Human Rights und kürzlich zwei Veröffentlichungen mit Dr. Townsend für die Cotton Research and Development Corporation of Australia (CRDC).

 

Terry Townsend begann seine Karriere in der Landwirtschaft 1974 als Freiwilliger des Friedenskorps auf Saipan im Westpazifik. In den 1980er Jahren arbeitete er fünf Jahre lang beim USDA als Analyst für Baumwolle. Er war 12 Jahre lang als Statistiker für das International Cotton Advisory Committee (ICAC) tätig und 15 Jahre lang Geschäftsführer, bevor er Ende 2013 in den Ruhestand ging. Als Mitglied der Discover Natural Fibres Initiative, als Autor von Artikeln und Beiträgen für Branchenpublikationen und als Berater setzt er sich weiterhin aktiv für Naturfasern ein. Er hat einen Doktortitel in Agrar- und Ressourcenökonomie von der Oregon State University in den Vereinigten Staaten.

Beide Autoren stehen für Rückfragen und Interviews gerne zur Verfügung. Die Bremer Baumwollbörse vermittelt den Kontakt.

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