MiGreRe - Nachhaltiges Mischgarn- & Mischgewebe-Recycling
Es wird geschätzt, dass weniger als ein Prozent¹ aller Textilien weltweit zu neuen Textilien recycelt werden. Mischtextilien, beispielsweise Kleidung aus Baumwoll-Polyester-Mischungen, stellen eine besonders große Herausforderung für das Recycling dar.
Da die unterschiedlichen Fasern in Mischgarnen fest miteinander versponnen sind, können sie mit den heute verfügbaren Verfahren nicht sortenrein voneinander getrennt werden und werden häufig minderwertig verwertet oder thermisch entsorgt.
In dem Projekt MiGreRe wird ein innovatives Recyclingverfahren entwickelt, bei dem die Textilien zunächst unter großer Kälte (kryogen) zu Partikeln vermahlen, anschließend elektrostatisch aufgeladen und schließlich in einem elektrischen Feld getrennt werden.
Ziel ist es, die einzelnen Rohstoffe wieder sortenrein zurückzugewinnen und für die Herstellung hochwertiger neuer Produkte, zum Beispiel aus Viskose, Lyocell oder Celluloseacetat, zu verwenden, um den Materialkreislauf zu schließen.
¹ Ellen MacArthur Foundation (2017) – A New Textiles Economy Redesigning (PDF)
Das Verfahren

In einem ersten Schritt werden die Textilien vermahlen. Die dabei entstehenden Partikel werden anschließend elektrostatisch aufgeladen und im letzten Schritt mithilfe eines elektrischen Feldes voneinander getrennt. Abhängig von der erreichten Reinheit können der Aufladungs- und Sortierschritt wiederholt werden, um sortenreine Fraktionen zu erhalten.
Einen Flyer mit Informationen zum MiGreRe-Projekt können Sie in deutscher und in englischer Sprache herunterladen:
Die Projektpartner
An dem Forschungsprojekt sind das Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) der Universität Bremen, das Faserinstitut Bremen e. V. (FIBRE) und die Bremer Baumwollbörse (BBB) als Kooperationspartner beteiligt.

Die Förderer
Das Projekt ist kofinanziert von der Europäischen Union und wird gefördert von der Bremer Aufbau-Bank (BAB) und der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen.

Für weitere Informationen oder Anfragen zum Projekt wenden Sie sich an:

