Baumwollbörse

115 Labore nehmen am ICA Bremen Rundtest teil

Beim ICA Bremen Rundtest 2022-1 wurden erstmalig gravimetrische Methoden zur Prüfung von Verschmutzungen in Baumwolle integriert. Mit diesen Methoden wird der Anteil an Verschmutzungen ausgereinigt und das Gewicht entsprechend bestimmt. Zuvor berücksichtigten die Rundtests nur optische Ergebnisse der HVI- und AFIS-Tests. Zu den gravimetrischen Prüfmethoden gehören einfache Testmethoden wie das Shirley-Trash-Tester-Prinzip sowie das MDTA-3-Prinzip, das die Ergebnisse in Abfall, Staub und Faserbruch­stücke unterteilt. In dieser Testrunde gab es 13 Teilnehmer für die Shirley-Methode und 14 Teilnehmer für die MDTA3-Methode. Künftig werden die gravimetrischen Prüfverfahren immer mit einbezogen.

Die ICA Bremen Rundteste dienen dazu, die Zuverlässigkeit der Test­ergebnisse der teilnehmenden Laboratorien zu überprüfen und ihre Leistung zu verbessern. Die Ringversuche stehen allen Baumwollprüflabors weltweit offen und bieten jedem Teilnehmer die Möglichkeit, seine Testergebnisse mit denen von etwa 150 anderen Laboren in aller Welt zu vergleichen.

Axel Drieling vom Faserinstitut Bremen e. V. erläuterte: „Die Bremer Rundtests sind seit ihrem Beginn in den 1950er Jahren die beste Gelegenheit, Testergebnisse zwischen Laboratorien für eine Vielzahl an Testmethoden zu vergleichen. Ich bin froh, Trashmessungen zu integrieren. Wir sind ebenfalls sehr gerne bereit, jede neue Prüfmethode aufzunehmen, sobald sie kommerziell relevant ist und sich mit den Randbedingungen des Rundtests vereinbaren lässt.“

Die Ergebnisse der ICA Bremen Rundteste 2022-1 zeigen eine relativ große Streuung zwischen den Laboren. Dies könnte zum Teil auf das Material, aber auch auf die Anwendung zurückzuführen sein. Es ist davon auszugehen, dass die Berücksichtigung der Ergebnisse in der Arbeit der teilnehmenden Labore künftig zu einer Reduzierung der Streuung führen wird.

Die Bremer Rundteste sind die einzigen internationalen Baumwoll-Rundversuche, die nicht nur HVI-Prüfinstrumente, sondern auch verschiedene weitere Baumwollprüfmethoden, Instrumente und Parameter umfassen.

Die Bremer Rundtests werden von der Bremer Baumwollbörse finanziert und vom Faserinstitut Bremen durchgeführt.

Bild ICA Bremen: Baumwollprüfung an der HVI

ICA Bremen: ‚Cotton Classing & Testing‘

Die beliebte ICA Bremen Schulung ‚Cotton Classing & Testing‘ fand vom 10. bis 17. Mai in Bremen wieder statt. Sie konzentrierte sich ausschließlich auf Qualitätsfragen bei Rohbaumwolle und wurde von Branchenexperten der ICA Bremen und des Bremer Faserinstituts (FIBRE) durchgeführt. Die neun internationalen Teilnehmer aus verschiedenen Gebieten der Baumwolllieferkette kamen aus Europa, Asien und Südamerika.

Teilnehmer und Trainer der diesjährigen ‚Cotton Classing & Testing‘ Schulung vor der Bremer Baumwollbörse

Der Kurs umfasste verschiedene Module – von der Klassierung verschiedenster Baumwollvarietäten bis hin zur praktischen HVI-Schulung an den neuesten Maschinen Uster 1000 und Premier ART2. Die Schulung im Labor des ICA Bremen führte Axel Drieling, Faserinstitut, durch. Karsten Fröse, ICA Bremen, führte die Teilnehmer in die manuelle Klassierung von Baumwolle ein.
Das Programm umfasste auch soziale Aktivitäten, die den Teilnehmern die Gelegenheit für Austausch und Netzwerken boten.

Bill Kingdon, Geschäftsführer der ICA Bremen sagte: „Es ist großartig, dass die Schulung ‚Cotton Classing & Testing‘ wieder vor Ort stattfindet. Der Kurs ist eine hervorragende Gelegenheit für Baumwollfachleute, von Branchenexperten etwas über das Klassifizieren und Prüfen zu lernen, und Teil einer qualitativ hochwertigen Ausbildung.“

Das nächste Schulungsprogramm „Cotton Classing & Testing“ findet im Jahr 2023 statt – der genaue Termin wird noch bekanntgegeben. Mehr Informationen zu ICA Bremen auf der Website:

 

Stephanie Silber im Jubiläumsjahr als Präsidentin wiedergewählt

Bremen, 30. Juni 2022: Die 148. ordentliche Generalversammlung der Bremer Baumwollbörse im 150. Gründungsjahr des Vereins fand am 30. Juni 2022 statt.

Der Vorstand wählte Stephanie Silber (42), Geschäftsführerin der Otto Stadtlander GmbH, Bremen erneut zur Präsidentin der Bremer Baumwollbörse. Neu als Vize-Präsident vertreten ist Jean-Paul Haessig (60), Direktor der Asian Cotton Traders PTE Ltd., Vietnam. Die bisherigen Vizepräsidenten Jens D. Lukaczik (56), geschäftsführender Gesellschafter des Serviceunternehmens Cargo Control Germany GmbH & Co. KG in Bremen und Fritz A. Grobien (64), geschäftsführender Gesellschafter der Albrecht, Müller-Pearse & Co. Trade (GmbH & Co.) KG, Bremen wurden in ihrem Amt bestätigt. Ernst Grimmelt (55), geschäftsführender Gesellschafter der Spinnerei und Weberei Velener Textil GmbH in Velen, Nordrhein-Westfalen schied als langjähriges Präsidiumsmitglied aus, bringt sich aber als Vorstandsmitglied weiter mit Rat und Tat ein.

Präsidentin Stephanie Silber sagte anlässlich der Generalversammlung: „Es ist mir eine große Ehre und Freude, die Bremer Baumwollbörse auch weiter im Jubiläumsjahr anführen zu dürfen. Nächstes Highlight wird sicher unsere Festwoche im September mit der International Cotton Conference. Der persönliche Austausch fehlte zu lange und ist angesichts der geopolitischen Situation sowie weiter bestehender Herausforderungen in der Baumwollbranche umso wichtiger. Die unsichere politische Lage und sich verschärfende Logistikprobleme, aber auch die Zukunftsherausforderungen geben viel Diskussionsstoff. Nicht zuletzt zählt der internationale Austausch mit Netzwerkpartnern, Mitgliedern und Interessenvertretern zu den Kernaufgaben der Bremer Baumwollbörse.“

Die Generalversammlung genehmigte die Rechnungsablage, nahm den Jahresbericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2021 entgegen und erteilte Vorstand und Geschäftsführung einstimmig Entlastung. Angesichts der pandemiebedingten Sondersituation und im Hinblick auf den Wunsch einer durchgehenden personellen Repräsentation im Jubiläumsjahr hatte der Vorstand vorgeschlagen, die Amtszeit der Präsidentin Silber um ein Jahr zu verlängern. 

Neuwahlen des Vorstands

Während der Generalversammlung fanden die Neuwahlen des Vorstandes statt. Neu in den Vorstand wählten die Mitglieder Dr. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie. Konrad Schroer, Setex-Textil-GmbH, Hamminkeln-Dingden, schied turnusgemäß aus dem Vorstand aus und wurde neu in das Gremium gewählt. Auch Peter Spoerry, Spoerry 1886 AG, Flums/Schweiz, wurde erneut in den Vorstand berufen. Er vertritt zudem die Schweizer Textilindustrie.

Weitere Mitglieder im Vorstand sind:

Hannes Drolle, Getzner Textil AG, Bludenz/Österreich, Henning Hammer, Otto Stadtlander GmbH, Bremen, in Shanghai verantwortlich für das Asiengeschäft, Jan Kettelhack, Hch. Kettelhack GmbH + Co. KG, Rheine, Roland Stelzer, Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co. KG, Bempflingen sowie Axel Trede, Cotton Service International GmbH, Bremen. Als beratendes Mitglied ist Manfred Kern als Repräsentant der Vereinigung Textilindustrie Österreich im Vorstand vertreten.

 

Gastvortrag: 100 Prozent Baumwolle

Die diesjährige Gastrednerin, Prof. Dr. Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museum Bremen sprach zum Thema 100 Prozent Baumwolle. In ihrem Vortrag ging sie auf die Bedeutung des Rohstoffs Baumwolle für die Hansestadt Bremen, aber auch für die Entstehung des Überseehandels und der Globalisierung ein. Anlässlich des 150. Jubiläums der Bremer Baumwollbörse eröffnet das Übersee-Museum Bremen im September eine Baumwollausstellung zur Kulturgeschichte des Rohstoffs in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 

Eine Besonderheit der Bremer Baumwollbörse: Die Mitglieder des Vorstands und des Präsidiums gehören überwiegend Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Baumwollbeschaffungs­kette wie Handel, Verarbeitung und Dienstleistung an. Dies ermöglicht dem Rohstoffver­band Zugang zu einem umfassenden Netzwerk sowie globalen Informationsressourcen innerhalb des weltweiten Baumwollsektors und darüber hinaus.

Download:

Pressemitteilung zur Generalversammlung2022

Kontakt:

Bremer Baumwollbörse

Elke Hortmeyer, Kommunikation und internationale Beziehungen

Wachtstraße 17-24 | 28195 Bremen

Tel.:+49-421-3397016 | E-Mail: hortmeyer@baumwollboerse.dewww.baumwollboerse.de

Textilbündnis erkennt U.S. Cotton Trust Protocol an

Das U.S. Cotton Trust Protocol ist von Siegelklarheit als Standard für nachhaltige Baumwolle anerkannt worden. Siegelklarheit‘ wurde von der deutschen Bundesregierung gegründet und hilft Verbrauchern, Umwelt- und Sozialsiegel besser zu verstehen Dies soll zu nachhaltigeren Kaufentscheidungen beitragen. Das U.S. Cotton Trust Protocol hat den Prüfprozess von Siegelklarheit erfolgreich durchlaufen. Damit können die Mitglieder des Bündnis für nachhaltige Textilien das Trust Protocol als weiteren Standard nutzen, um ihren Anteil an nachhaltiger Baumwolle zu berechnen.

Die Initiative U.S. Cotton Trust Protocol bietet quantifizierbare, überprüfbare Ziele und Messungen und strebt eine kontinuierliche Verbesserung in sechs Nachhaltigkeitsbereichen an: Landnutzung, Bodenkohlenstoff, Wasserverbrauch, Bodenerosion, Treibhausgasemissionen und Energieeffizienz.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

Interview mit Thilo Fiedler, Vice President Agriculture Global Service Line, Bureau Veritas:

Mit seiner technischen Expertise und einem globalen Netzwerk von 1.600 Büros und Laboren in 140 Ländern weltweit, bietet Bureau Veritas als einziger Anbieter umfassende Supply Chain Management Lösungen an. Seit kurzem ist das Unternehmen Mitglied der Bremer Baumwollbörse. Die Bremen Cotton Report Redaktion sprach mit Thilo Fiedler, Vice President Agriculture Global Service Line, unter anderem über die Digitalisierung und zunehmende Transparenz­anforderungen in der Baumwolllieferkette.

Welche Vorteile bietet Ihr Service den Kunden?

Bureau Veritas ist ein “Business-to-Business-to-Society” Unternehmen, das innovative rundum Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen anbietet. Mit unseren Services tragen wir dazu bei, die Risiken zu minimieren, denen Agrarrohstoffe während des Transports durch ihre Lieferketten ausgesetzt sein können.

Die Bedeutung der Widerstandsfähigkeit von Lieferketten ist wichtiger denn je, angesichts der steigenden Komplexität bei der weltweiten Beschaffung von Produkten. Die Verbraucher verlangen zunehmend Informationen über Herkunft, Produktionsmethoden und die Arbeitsbedingungen im Produktionsprozess.

Dies trift auf alle Unternehmen des Baumwollsektors zu, die zunehmend das Risiko minimieren und gleichzeitig ihre Kontrolle in jedem Teil der Lieferkette maximieren müssen. Jeder Akteur in der Wertschöpfungskette muss zudem Qualität, Menge und den Wert der gehandelten Baumwolle gewährleisten sowie gleichzeitig den Sicherheits- und Compliance-Anforderungen für alle weltweiten Bestimmungsorte entsprechen.

Welche Rolle spielt Baumwolle als Rohmaterial für Bureau Veritas?

Das Wissen über den Rohstoff Baumwolle ist unabdingbar, um die Nachhaltigkeit des Endprodukts zu gewährleisten. Bureau Veritas unterstützt die Stakeholder in der Lieferkette, indem es Menge und Qualität der Baumwolle überprüft und sicherstellt, dass sie den internationalen Zertifizierungssysteme entspricht.

SEAMLESS ist unser Name für Bureau Veritas‘ Paket von Test-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen für die globale Baumwolllieferkette. Diese Dienstleistungen bieten unseren Kunden datengestützte Sicherheit bei jedem Schritt auf dem Weg von der Farm zum Einzelhändler. SEAMLESS umfasst die Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette über eine spezielle digitale Plattform. Daten können entlang der gesamten Wertschöpfung erfasst werden: von der Feldkartierung und NDVI-Datenanalyse über Saatgutlizenzschutzprüfungen, HVI-Tests vor dem Versand, Kontrollservices am Bestimmungsort bis hin zu Nachhaltigkeitsprüfungen und DNA-Fasertests.

Welche Bedeutung hat die Transparenz in der Baumwolllieferkette aktuell und in Zukunft?

85 Prozent der Menschen sagen, dass die Herkunft dabei eine Rolle spielt, welche Marken sie mögen und unterstützen (Quelle: Forbes, Januar 2019). Darüber hinaus sind 34 Prozent der US-Bevölkerung bereit, bis zu 25 Prozent mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen (Quelle: Business Wire, Oktober 2021).

Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Produkten entwickeln sich allmählich zur „neuen Normalität“.Unternehmen, die frühzeitig darauf reagieren, können Prämien abschöpfen, während andere längerfristig mit der Herausforderung konfrontiert sein werden, aufzuholen und die Rückverfolgbarkeit in ihre Geschäftsmodelle einzubinden.
Führende Unternehmen entwickeln intern Konzepte, um das Risikomanagement und die Einhaltung von Vorschriften innerhalb ihrer Lieferketten zu fördern, was wiederum zu Markenbehauptung und Differenzierung führt. Darüber hinaus können Brands und Einzelhändler Aussagen über Produkte und Produktionsprozesse validieren und diese so dem Verbraucher vermitteln. Landwirte können sich leichter Verträge sichern, was wiederum einen besseren Zugang zu neuen Märkten und Preisaufschläge ermöglicht.

Unterstützen Sie Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele und den damit verbundenen Zertifizierungen?

Als weltweit führender Anbieter von Audit- und Zertifizierungsdienstleistungen unterstützen wir unsere 400.000 Kunden dabei, ihren Weg zu einem sowohl nachhaltigeren Unternehmen als auch einer nachhaltigeren Welt effizienter, methodischer und vertrauenswürdiger zu meistern.

Nachhaltigkeit ist in unserer Strategie, in unserer gesamten Organisation und in allen unseren Geschäftsbereichen fest verankert. Ein spezielles Portfolio von Green Line Services und Lösungen von Bureau Veritas ist darauf ausgerichtet, Organisationen bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien vertrauensbildend und transparent zu unterstützen. Dabei stellen wir Instrumente zur Verfügung, um die Marke und die Reputation unserer Kunden zu schützen.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen?

Die Auswirkungen der digitalen Transformation verändern jede Branche, in der wir tätig sind, sowie auch unseren eigenen Testing Inspection & Certification Sektor. Unsere Kunden sehen sich heute mit neuartigen Risiko- und Leistungsanforderungen konfrontiert. Darüber hinaus verändert die digitale Entwicklung die Bereitstellung unserer Dienstleistungen erheblich.
Die Veränderungen durch Digitalisierung haben viele Antriebsfaktoren. Im Kern bedingen sie jedoch eine zunehmende Effizienz, Transparenz und Rückverfolgbarkeit für unsere Mitarbeiter, Prozesse und Kunden.

Wie haben sich Störungen der Lieferkette in den letzten Jahren auf Ihr Unternehmen ausgewirkt und wie sehen Sie die künftige Entwicklung?

Jede Unterbrechung in der Wertschöpfungskette ist auch eine Chance. Bei Bureau Veritas haben wir verschiedene Lösungen entwickelt, um diese Chancen für unsere Partner zu nutzen. Unsere Lösungen für die Lieferkette unterstützen unsere Kunden auf ihrem Weg zu mehr Rückverfolgbarkeit, ausgehend von ihren Prioritäten und ihrem bevorzugten Niveau an Kontrolle.

Die Detailtiefe der Kontrolle wird durch drei verschiedene Ebenen bestimmt, die vom Kunden in verschiedenen Bausteinen zusammengestellt werden können:

Das Risikomanagement ist eine erste Stufe der Transparenz in der Lieferkette. Dabei wird jeder Lieferant auf der Grundlage einer statischen Bewertungsmethode und einer selbst erstellten Checkliste bewertet.

Das Leistungsmanagement bietet ein fortgeschrittenes Maß an Sicherheit durch regelmäßige Rückverfolgbarkeitsaudits und eine dynamische Bewertung der einzelnen Lieferanten anhand vordefinierter Kriterien.

Das vollständiges Rückverfolgbarkeitsmanagement bietet ein Höchstmaß an Sicherheit. Diese Sicherheit wird auf der Grundlage eines Rückverfolgbarkeitsberichts pro Charge, einer dynamischen Bewertung pro Charge und einer dynamischen Checkliste, die von jedem Lieferanten erfüllt wird, erreicht.

Vielen Dank für das Interview!

Weitere Informationen:

 

Cotton Conference Bremen: Registrierung startet

Bremen, den 14.06.2022: Der Startschuss für die Registrierung ist gefallen: Vom 29. bis 30. September 2022 findet die 36. International Cotton Conference Bremen statt. Organisatoren der Tagung sind das Faserinstitut Bremen e. V. und die Bremer Baumwollbörse. Die International Cotton Conference ist eine der bekanntesten internationalen Fachtagungen rund um das Thema Baumwolle und die größte wissenschaftliche Baumwollkonferenz weltweit. Die Teilnahme an der Konferenz wird sowohl in Präsenz direkt in Bremen als auch online möglich sein. Die Registrierung ist ab jetzt möglich.

Die International Cotton Conference findet wieder in Präsenz statt, aber auch online – Bild: © Bremer Baumwollbörse

Die Internationale Baumwolltagung findet im Jubiläumsjahr der Bremer Baumwollbörse statt. Der Verband wurde 1872 gegründet wurde und feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. Die Feierlichkeiten werden auch auf der Tagung Einzug halten, unter anderem mit einem großen Gala-Dinner und einer Ausstellungseröffnung in einem der größten Museen Deutschlands, dem Bremer Übersee-Museum.

„Wegen unseres Jubiläums wünschen wir uns natürlich, so viele Gäste wie möglich aus dem In- und Ausland persönlich in Bremen begrüßen zu dürfen. Wir wollen unser Gründungsjubiläum feiern. Gleichzeitig möchten wir auch den zur Tagung traditionsgemäß enorm wichtigen Austausch in Fachfragen in Präsenz fortführen. Aus unserer Sicht sind persönliche Treffen nach den Pandemierestriktionen mehr denn je gewünscht“, betont Stephanie Silber, Präsidentin der Bremer Baumwollbörse. Für Gäste, die nicht nach Bremen reisen können, wird natürlich ein Onlinestream eingerichtet. Eine Teilnahme über Videokonferenz ist also auch möglich.

Höhepunkte der Tagungs- und Jubiläumswoche

  • Erste Verbandstreffen und Arbeitsgruppen am 27. bis 28. September 2022 in der Bremer Baumwollbörse, im Faserinstitut und online
  • Offizielle Eröffnung der 36. International Cotton Conference Bremen am 29. September. Der Tagungsort ist diesmal die Handelskammer zu Bremen, direkt am Markplatz und in Nachbarschaft der Baumwollbörse. Die Handelskammer vertritt seit 1451 die Interessen des Bremer Handels.
  • Am gleichen Tag findet die Eröffnung einer Baumwollausstellung zur Kulturgeschichte des Rohstoffs in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Übersee-Museum Bremen statt.

Die Baumwolltagung:

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

  • Im Mittelpunkt des Programms der Internationalen Baumwolltagung Bremen stehen wesentliche Fragen der Nachhaltigkeit im Baumwollanbau, der Baumwollqualität aber auch der Verwendung von Baumwolle sowie ihrer Verarbeitung zu innovativen Textilien und anderen Produkten. Eine besondere Rolle spielen der Klimaschutz und die Fähigkeit der Baumwollpflanze, Kohlenstoff im Boden klimaneutral zu speichern. Zur Überprüfung der Bodengesundheit werden vermehrt digitale Verfahren eingesetzt.

Kreislaufwirtschaft, Transparenz und Rückverfolgbarkeit

  • Darüber hinaus beschäftigt sich die Tagung mit Prozessen der Kreislaufwirtschaft, bei denen moderne Methoden des Textilrecyclings im Mittelpunkt stehen. Auch die biologische Abbaubarkeit von Baumwolle wird erneut eine zentrale Rolle spielen. Last but not least greift die Tagung Fragen der Transparenz und Rückverfolgbarkeit innerhalb der Beschaffungskette auf und stellt effiziente, digital gesteuerte Kontrollmethoden vor.

Innovative Produkte aus Baumwolle

  • Des Weiteren soll die Diskussion über neue und innovative Verarbeitungsmöglichkeiten von Baumwolle Zeichen setzen und das Interesse an diesem biologisch abbaubaren und nachwachsenden Rohstoff steigern.

 Keynotes auf dem Punkt

  • Wie immer dürfen auch die Keynotes mit Spannung erwartet werden, bei denen Branchenpersönlichkeiten Herausforderungen innerhalb der Weltwirtschaft und der Politik kritisch thematisieren.

Über die Internationale Baumwolltagung am 29. und 30. September und das komplette Programm der Baumwollwoche werden wir Vorfeld fortlaufend in Form von weiteren Pressemeldungen sowie zielgruppenspezifischen Newsletters wie auch über unsere Social-Media-Kanäle informieren.

Der Startschuss für die Registrierung ist gefallen: Unter https://cotton-conference-bremen.de/registration/ kann man sich ab jetzt anmelden. Dort finden Sie auch regelmäßig aktualisierte Informationen.

Pressevertreter wenden sich für die Akkreditierung bitte direkt an unseren Pressekontakt:

Elke Hortmeyer, Direktorin Kommunikation und internationale Beziehungen, Bremer Baumwollbörse

Tel.: +49-421-3397016 | E-Mail: hortmeyer@baumwollboerse.de

 

Selbstverständlich laden wir bereits jetzt alle interessierten Medienvertreter herzlich zum Besuch der Hybrid-Edition der 36. Internationalen Baumwolltagung ein. Gern unterstützen wir bei der Auswahl passender Gesprächs- und Interviewpartnerinnen und -partner. Wir freuen wir uns über jede Form der Berichterstattung schon im Vorfeld der Tagung. Für weiterführende Fragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung.

Download der Pressemitteilung: Registrierung startet

Mehr Informationen auf der Konferenzwebsite: www.cotton-conference-bremen.de

Textilbündnis: Arbeitstreffen 2022

In Köln fand ein zweitägiges Arbeitstreffen des Bündnisses für nachhaltige Textilien statt.

Jürgen Janssen, Leiter des Bündnissekretariats, stellte eingangs den Jahresbericht 2021 vor und griff einige Highlights, Fortschritte und Erfolge des letzten Jahres auf. Zudem informierte er die rund 80 Präsenz- und 15 virtuell zugeschalteten Teilnehmenden über geplante Aktivitäten für 2022 und die Ideen zur künftigen strategischen Weiterentwicklung des Textilbündnisses. Die Bremer Baumwollbörse war durch Elke Hortmeyer, Leitung Kommunikation, vertreten.

In insgesamt neun Workshops arbeiteten die Teilnehmenden zu selbst gewählten Themen, unter anderem zu Kreislaufwirtschaft, Beschwerdemechanismen, dem gemeinsamen Engagement im Textilbündnis, Daten in und aus der Lieferkette und dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Präsident im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Torsten Safarik, Textilbündnis Arbeitstreffen 2022, Berlin

Der Präsident im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Torsten Safarik stellte sich den Fragen der Teilnehmenden zum Lieferkettensorgfaltspflichten-Gesetz. Er machte deutlich:

„Wir sind davon überzeugt, dass wir die Menschenrechte in den globalen Lieferketten nur gemeinsam verbessern können. Diese Überzeugung teilen wir mit Ihnen, mit dem Textilbündnis. […] Starke Unternehmen und starke Menschenrechte gehören zusammen. Denn nur Unternehmen mit fairen, nachhaltigen und robusten Lieferketten sind starke Unternehmen.“

Safarik führte aus, dass wesentliche Prozesse für die Umsetzung des Due-Diligence-Ansatzes bei den Bündnisunternehmen bereits implementiert seien und es für sie daher erheblich leichter sein werde, die Anforderungen des Lieferkettengesetzes zu erfüllen: „Sie haben früher als andere angefangen, in faire und nachhaltige Lieferketten zu investieren. Und diese Investition zahlt sich aus.“
Quelle: Bündnis für nachhaltige Textilien

150 Jahre Bremer Baumwollbörse als Buch

Mit einem 128 Seiten starken Buch lässt die Bremer Baumwollbörse ihre Vergangenheit mit vielen spannenden Abbildungen und zweisprachig (Deutsch und Englisch) Revue passieren.

Das Werk ist dabei aber kein Wälzer mit alten Geschichten, sondern ein Masterplan in Sachen Baumwolle und Textilien zugleich. Dazu zählen der Klimawandel und die Notwendigkeit, nachhaltig und transparent zu handeln. Aber das Buch erklärt auch, warum es zur Gründung in Bremen kam und warum die Stellung der Bremer Baumwollbörse im Weltgeschehen so einmalig ist.

Das Jubiläumsbuch kann unter anderem über den Cotton Shop der Bremer Baumwollbörse oder den Weser-Kurier bezogen werden.

Blick ins Buch:

Großer Andrang Beim Tag der offenen Tür

Wie in einem Bienenstock summte es im ehrwürdigen Kontorhaus am Bremer Markt am 21. Mai. Die Bremer Baumwollbörse hatte an diesem Samstag zum Tag der offenen Tür geladen. Fast 1.000 Besucher waren gekommen, um sich die zahlreichen architektonischen Schätze des Hauses anzusehen und sich über den Rohstoff Baumwolle zu informieren.
Die ursprünglich geplanten Führungen waren schnell ausgebucht, ebenso wie auch die zusätzlich angebotenen. In einem Rundgang konnten die Besucher, geleitet von Infotafeln, zudem selbstständig durch das Haus spazieren, was mit großem Interesse aufgenommen wurde.

„Wir haben definitiv nicht mit so vielen Menschen gerechnet. Die Bremer und Bremerinnen und auch Besucher aus dem Umland waren begeistert, sowohl vom Gebäude als auch unserem Thema: der Baumwolle,“ so Präsidentin Stephanie Silber. „Das zeigt, dass die Baumwollbörse ihren Weg der offenen Kommunikation sehr gut weiter gehen kann.“

Präsidentin der Bremer Baumwollbörse, Stephanie Silber im Gespräch mit dem Bremer Nachrichtensender buten und binnen

 

Lesungen ausgebucht

Einen Blick in die Geschichte des Vereins gewährte der der Bremer Schauspieler und Autor Dirk Böhling in drei Lesungen historischer Dokumente der Bremer Baumwollbörse. Musikalisch begleitet von Cellistin Lynda Cortis trug er zunächst einen Auszug aus dem vom ehemaligen Präsidenten Andreas Cramer 1933 veröffentlichten Buch „Wie ich es sah“ vor. Als weiteres Dokument präsentierte Böhling den eindrücklichen Bericht des langjährigen Direktors der Bremer Baumwollbörse, Emil Schier zu seinen Erlebnissen in der Bombennacht 1944, als die Bremer Baumwollbörse in Flammen stand. Alle drei Lesungen waren ausgebucht, die Resonanz sehr positiv.

Baumwolle zum Anfassen

Auch der Rohstoff Baumwolle fand großes Interesse unter den Besuchern. Die Ausstellung „Walk of Cotton“ informierte die Besucher über die Gewinnung und Verarbeitung der Naturfaser bis hin zum Endprodukt. In den Labor- und Arbitrageräumlichkeiten gab es „Baumwolle zum Anfassen“ aus verschiedenen Anbauregionen. Dort wurden auch viele Fragen rund um Qualität, Anbau und Verarbeitung des Rohstoffes sowie zur Bedeutung der Bremer Baumwollbörse als Schiedsrichter von den Experten der Baumwollbörse beantwortet. Elke Hortmeyer, Ansprechpartnerin der BBB für Kommunikation und Nachhaltigkeit: „Die Fragen zeigen, wie wichtig Baumwolle für die Endkonsumenten ist. Viele Menschen beschäftigen sich intensiv mit nachhaltigem Einkauf und fragen nach. Genau das wollen wir.“

Jubiläumsbuch mit Widmung

Wer den Weg bis in den 5. Stock gemeistert hatte, durfte sich mit einer Tasse Kaffee und dem besonderen Blick auf den Bremer Markt belohnen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich ein druckfrisches Exemplar des Jubiläumsbuches zu sichern – manch einer auch mit persönlicher Widmung der Präsidentin Stephanie Silber.

Fotogalerie vom Tag der offenen Tür in der Bremer Baumwollbörse

Nachhaltigkeit made in Italy

Interview mit Dr. Giovanni Marchi, Direktor der Marchi & Fildi Gruppe:

Die Firma Marchi & Fildi entstand 2007 durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen Filatura Marchi und Filatura Fildi. Ihre Ursprünge hat die internationale Spinnereigruppe in Biella, Italien, wo sie 1969 gegründet wurde und wo sich auch heute noch der Hauptsitz befindet. Marchi & Fildi ist seit 2019 Mitglied der Bremer Baumwollbörse. Die Redaktion des Bremen Cotton Report sprach mit Dr. Giovanni Marchi, Direktor der Marchi & Fildi Gruppe, über die besonderen Herausforderungen von Recyclinggarnen, Kreislaufwirtschaft und die Notwendigkeit ständiger Innovation.

 

Bremen Cotton Report: Was macht Marchi & Fildi als europäische Spinnerei so erfolgreich?

Dr. Giovanni Marchi: Als internationale Spinnereigruppe produziert Marchi & Fildi Garne für verschiedene Endanwendungen: für Mode, Möbel, Automobil und Schutzkleidung. Die Gruppe verfügt über mehrere Spinnereien im Ausland, wovon jede auf einen Produktionsbereich spezialisiert ist. Wir haben uns entschieden, die Produktion unserer Produktpaletten von Marchi & Fildi und von Ecotec® in Italien, an unserem Hauptsitz, zu belassen. Dort konzentrieren wir uns auf die Produktion von Recyclinggarnen, die hauptsächlich für die Verwendung in der Modeindustrie bestimmt sind. Unsere Garne sind dank unserer über 50-jährigen Tradition im Spinnereisektor sehr bekannt; die breite Farbpalette, der hohe Lagerservice und die Schnelligkeit der Lieferungen stehen bei unseren Marken im Vordergrund.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die nachhaltige Innovation: Wir verfügen über eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die sich zu 100 Prozent der Innovation im Textilbereich widmet, sowohl für unsere eigenen Kollektionen als auch für „maßgeschneiderte Projekte“, die wir gemeinsam mit Partnern und Kunden entwickeln. Nachhaltigkeit spielt in jedem Bereich unserer Tätigkeit eine wichtige Rolle: Solarpaneele, eine neue Färberei, unser Ecotec®-Sortiment sind nur einige Beispiele dafür, wie wir die Aufmerksamkeit für Umweltbelange in unsere tägliche Arbeit integrieren.

Mit Ihrem Produkt ECOTEC® bieten Sie Garne an, die aus recycelten Textilabfällen stammen. Was macht diese Garne so besonders?

Ecotec® ist ein von Marchi & Fildi entwickeltes innovatives Produktionsverfahren, bei dem neue Garne durch Upcycling von Pre- und Post-Consumer-Textilabfällen hergestellt werden. Damit ist das Ecotec®-Verfahren ein positives Beispiel für Kreislaufwirtschaft: Es ermöglicht, Fasern ein neues Leben zu geben und neue Garne mit einem Mehrwert an Nachhaltigkeit zu schaffen. Wir haben auch unser eigenes Ecotec®-Garnsortiment, das sich durch dieselbe Produktionstechnologie auszeichnet.

Zu Beginn nutzten wir Baumwollabfälle aus der Strickereiindustrie. Dann weiteten wir die gleiche Technologie auch auf andere Fasern aus und entwickelten darauf basierend spezielle Projekte zusammen mit Partnern/Kunden.

Eines der wichtigsten Themen im Zusammenhang mit Ecotec® ist die geringere Belastung der Umwelt. Laut der Life-Cycle-Analyse, die für unsere Qualität Polaris, einer Mischung aus recycelter und neuer Baumwolle, durchgeführt wurde, reduzieren unsere Garne die Umweltauswirkungen bedeutend und quantifizierbar. Dies sind die Ergebnisse:

  • Energieeinsparung bis zu 46,9 Prozent reduziert
  • Verringerung des Treibhauseffekts um bis zu 46,6 Prozent
  • Wasserverbrauch im gesamten Prozess bis zu 61,6 Prozent reduziert

Inwieweit stammen Ihre Garne aus Abfällen bereits genutzter Textilien (Post-Consumer)? Gibt es besondere Herausforderungen bei verschiedenen Fasertypen wie Baumwolle, Wolle oder Polyester?

Die Ecotec®-Technologie wurde ausgehend von Baumwolle aus Produktionsabfällen (Pre-Consumer) entwickelt. Dank unserer Erfahrung und unseres langjährigen Know-hows haben wir begonnen unsere Produktpalette zu erweitern. Zu den neuen Entwicklungen gehört zum Beispiel die Nutzung von Post-Consumer-Wolle. Jede Faser hat ihre eigenen Merkmale, die während des gesamten Prozesses berücksichtigt werden müssen – von der Ankunft der Rohstoffe über die mechanische Aufbereitung bis hin zum Spinnen und Mischen der Fasern. Das Thema Lieferkette ist in diesem Sektor sehr wichtig, um beispielsweise die besten Lieferanten und die beste Qualität der Rohstoffe zu gewährleisten.

Darüber hinaus liegt ein weiterer wichtiger Schwerpunkt auf den Zertifizierungen und auf der Möglichkeit, den Weg jeder Charge zurückzuverfolgen. Wir schenken diesem Thema große Aufmerksamkeit, um in erster Linie gesundheitliche Gefahren für den Endkunden auszuschließen, aber auch alle Aspekte der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

Kreislaufwirtschaft ist derzeit ein Trendthema, Marchi & Filidi forscht seit 20 Jahren daran. Was sind die größten Herausforderungen in und wo liegt das Potenzial?

Eigentlich beschäftigt sich unsere Gruppe schon seit den Anfängen unserer Tätigkeit mit dem Recycling von Fasern, also schon seit mehr als 20 Jahren. Uns war es von Beginn an wichtig, diese Tätigkeit weiterzuentwickeln und eine Lösung für Textilabfälle zu finden, die eine sehr starke Auswirkung auf die Umwelt haben. Hier spielt auch der Gesichtspunkt der Nutzung von Ressourcen eine wichtige Rolle. Wie erwähnt, haben unsere Erfahrung und unser Know-how es uns ermöglicht, eine eigene Technologie zu entwickeln. Wir arbeiten weiter daran, sie zu verbessern und Unternehmen, Partnern oder Marken zur Verfügung zu stellen, die ein Recyclingprojekt durchführen möchten.

Aktuell ist die Kreislaufwirtschaft ein Trendthema. Für uns ist dabei besonders wichtig, konkrete und wahre Informationen weiterzugeben und Greenwashing zu vermeiden. Worauf wir bereits von Anfang Wert gelegt haben, war, unseren Prozess für jeden Schritt der Lieferkette zu garantieren, bis hin zum Endkunden. In den letzten Jahren wurden viele Projekte zum Thema Blockchain gestartet und wir sind Teil des Trick-Projekts.

Welche Rolle spielt Baumwolle in Ihren Produkten? Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten?

Baumwolle spielt eine sehr wichtige Rolle in unseren Kollektionen, auch in Mischungen mit anderen Fasern. Ich habe bereits die mechanisch recycelte Baumwolle durch unsere eigene Ecotec®-Technologie erwähnt, die nach dem Global Recycle Standard zertifiziert ist. Wir haben zum Beispiel auch GOTS-Baumwolle in unseren Filidea-Kollektionen. Für uns ist eines unserer wichtigsten Assets, unseren Kunden – also Strickerei- und Webereiunternehmen – das höchste Produktniveau zu garantieren. Mit diesem Ziel legen wir großen Wert auf die Auswahl der Rohstoffe. Zertifizierungen und alle Aspekte der Nachhaltigkeit bilden die Grundlage unserer Kollektionen.

Danke für das Gespräch!

Mehr Informationen zu Marchi & Fildi

 

Die Interviews in der Rubrik „Nachgefragt“ entsprechen der Meinung des jeweiligen Interviewpartners und geben nicht die Position der Bremer Baumwollbörse als neutrale, unabhängige Institution wieder.

ICA Bremen

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360° Rundgang Google Street View

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