Baumwollbörse

DNFI Award 2020: Biokunststoffe aus Baumwolle können Plastik ersetzen

DNFI LogoDr. Noureddine Abidi ist mit dem ‚Innovation in Natural Fibres Award 2020‘ der Discover Natural Fibres Initiative ausgezeichnet worden. Dr. Abidi ist Professor und Direktor des Forschungsinstituts für Fasern und Biopolymere (FBRI) an der Texas Tech University, USA.

Dort entwickelte er ein Verfahren, bei dem Baumwolle in Gelform so verarbeitet wird, dass sie als Alternative zu Plastik genutzt werden kann. Die daraus entwickelten Biokunststoffe auf Zellulosebasis sind in Deponien und Kompostieranlagen von Natur aus biologisch abbaubar. Tests zeigen, dass zum Beispiel eine Folie aus Baumwollzellulose nach etwa drei Wochen im Boden beginnt sich zu zersetzen. Bei Aufbewahrung der Folien unter normalen Haushaltsbedingungen bleiben sie stabil.

Biobasierte Kunststoffe sind für vielfältige kommerzielle Anwendungen einsetzbar, darunter Einkaufstaschen, Bodenbedeckungen in der Landwirtschaft, Verpackungen aus Biokunststoff und andere Einwegartikel. Als denkbare kostengünstige Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen bietet diese Innovation eine Möglichkeit, die Plastikmenge in der Umwelt zu reduzieren.

Der ‚Innovation in Natural Fibres Award‘ wird seit 2017 von der DNFI vergeben und zeichnet besondere wissenschaftliche Leistungen rund um die Naturfasern aus. Die Bremer Baumwollbörse engagiert sich seit Gründung 2010 für die DNFI. Anfang diesen Jahres hatte sich Elke Hortmeyer als Direktorin für Kommunikation und Internationale Beziehungen bei der Baumwollbörse bereit erklärt, für ein Jahr ehrenamtlich den DNFI-Vorsitz zu übernehmen.

Quelle: www.dnfi.org

World Cotton Day am 7. Oktober unterstreicht entwicklungspolitische Bedeutung von Baumwolle

Pressemitteilung

Bremen, 7. Oktober 2020. Auf Initiative der Cotton-4-Länder Afrikas Benin, Burkina Faso, Tschad und Mali aus dem Jahre 2019 findet auch in diesem Jahr, organisiert von der Welthandelsorganisation (WTO) mit Sitz in Genf, am 7. Oktober der Weltbaumwolltag statt. Unterstützer sind die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD), das Internationale Handelszentrum (ITC) und das Internationale Baumwollsekretariat (ICAC). Auch die Bremer Baumwollbörse ist beteiligt.

 „Die Faser Baumwolle wird oft unterschätzt, weil sie so selbstverständlich ist. Dahinter stecken Millionen von Menschen, zum Beispiel viele Bauern, Feldarbeiter, Mitarbeiter in Entkörnungsfabriken, Logistiker, Händler. Ihre Leistung wollen wir würdigen,“ so die Präsidentin der Bremer Baumwollbörse, Stephanie Silber.

Ziel des Weltbaumwolltages ist es laut WTO, die globale wirtschaftliche Bedeutung von Baumwolle hervorzuheben sowie das Bewusstsein für den Rohstoff durch Anerkennung der Leistung aller, die mit dem Anbau, der Verarbeitung und dem Handel beschäftigt sind, zu steigern. Gleichzeitig sollen im Rahmen von internationaler Zusammenarbeit Unterstützer und Investoren gefunden werden, durch die innerhalb der Baumwollwertschöpfungskette technologische und wirtschaftliche Fortschritte realisiert werden können.

Zum Weltbaumwolltag am Mittwoch, dem 7. Oktober 2020, ist dieses Mal die gesamte World Cotton Community weltweit am Start. Überall wird mit unterschiedlichsten Aktionen und Events auf die Bedeutung von Baumwolle und ihre Einsatzmöglichkeiten aufmerksam gemacht.

Baumwolle ist einer der relevantesten landwirtschaftlichen Rohstoffe der Welt. Rund 26 Millionen Tonnen werden jährlich davon geerntet. Etwa 150 Millionen Menschen in fast 80 Ländern auf dem Globus leben vom Anbau der Naturfaser. Ein großer Teil davon lebt in Entwicklungsländern, wo der Baumwollanbau eine besondere Bedeutung  als Cash Crop hat.

Reife, geöffnete Baumwollkapsel auf dem Feld, umgeben von geschlossenen Kapseln

Baumwolle ist bekannt als land­wirtschaftliches Produkt, aus dem ein Textil wird. Der Rohstoff ist aus Mode und Bekleidung nicht mehr wegzudenken – und das schon seit Tausenden von Jahren. Doch die Verwendung von Baumwolle geht inzwischen weit über Textilien hinaus: Aus dem Öl der Baumwollsaatkörner werden beispielsweise Kosmetik­produkte wie Handcremes und Haarshampoo hergestellt. Zudem findet der Rohstoff Verwendung bei der Herstellung von Banknoten, von Möbeln und technischen Textilien sowie in der Medizintechnik.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Nachhaltigkeit und nachhaltigen Konsum wird die Rolle der Naturfaser noch wichtiger: Baumwolle ist biologisch abbaubar und eine erneuerbare Ressource. Sie kann in der Landwirtschaft durch Kultivierung im Fruchtwechsel immer wieder neu angebaut werden. Das sichert Einkommen und macht eine effiziente Wertschöpfung innerhalb der weltweiten Produktions- und Verarbeitungskette möglich.

Den World Cotton Day wird die Bremer Baumwollbörse aktiv medial begleiten. Zudem erfolgt der Launch von drei thematisch unterschiedlichen, emotional ansprechenden Kurzfilmen über Baumwolle. Sie richten sich an Verbraucher als Kunden des Textil- und Bekleidungshandels und klären über Nutzen und Eigenschaften von Baumwolle sowie Fragen ihrer Nachhaltigkeit auf. Zeitgemäß erfolgt die Veröffentlichung via virtuelle Medien.

Pressemitteilung herunterladen: World Cotton Day am 7. Oktober unterstreicht entwicklungspolitische Bedeutung von Baumwolle (pdf)

Mehr Informationen zum World Cotton Day: https://worldcottonday.com/

Mehr Informationen zu den Kurzfilmen: https://baumwollboerse.de/cotton-videos

 

Nutzen der Klebrigkeitsprüfung für den Baumwollhandel

Klebrigkeit der Baumwollfasern kann zu gravierenden Problemen in der Verarbeitung und der daraus resultierenden Garnqualität führen. Daher kommt der Bewertung von Klebrigkeit von Baumwolle im Rahmen des Baumwollhandels eine hohe Bedeutung zu.

Basierend auf ihrer Arbeit im ‚ITMF International Committee on Cotton Testing Methods‘ (ICCTM) wurden die Kooperationspartner für den ‚Stickiness Round Trial‘, CIRAD, Faserinstitut Bremen und ICA Bremen, gebeten, ihre bisherigen Ergebnisse zusammenzufassen. Ziel ist es, aus diesen Erkenntnissen mögliche Regeln zum Umgang mit Klebrigkeit für die Aufnahme in die ICA-Handelsregeln zu entwickeln.

Praktikable Messmethoden  im Handelsumfeld

Die wesentliche Quelle von Klebrigkeit ist Honigtau, also Tropfen mit unterschiedlichen, komplexen Zuckern auf den Fasern. Es gibt verschiedene Methoden und Vorgehensweisen, Klebrigkeit in Fasern zu bestimmen. Hierbei unterscheidet man chemische Methoden, physikalische Techniken, mechanische und thermo-mechanische Methoden. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Verfahrensweisen und entsprechend ihrer Sensitivität sowie weiterer Faktoren erzeugen sie unterschiedliche Ergebnisse. Daher sind die Testmethoden nicht beliebig austauschbar. Für den kommerziellen Einsatz sollten eine oder wenige geeignete, klar definierte Prüfmethoden festgelegt werden.

Alle Prüfmethoden haben sich dem Problem zu stellen, dass die verschiedenen Zuckerarten sehr unterschiedliches Klebrigkeitspotential aufweisen. Nur den Zuckergehalt oder seine chemische Reaktion zu messen, ist nicht ausreichend. Komplexere chemische Prüfmethoden (wie HPLC) sowie physikalische Techniken (wie HIS-NIR) sind nicht geeignet für den täglichen Einsatz im Handelsumfeld. Mechanische und thermo-mechanische Verfahren zeigen die beste Korrelation zwischen den Ergebnissen der Klebrigkeitsprüfung, Verarbeitungsverhalten und Garnqualität. Der mechanische „Mini-Card“-Test ist zu langsam und anfällig für Einflüsse durch den Prüfer.

Daher sind es ausschließlich die thermo-mechanischen Prüfverfahren, die vielversprechende Ergebnisse und die Anwendung im Handelsumfeld erreichen.

Variationen in der Klebrigkeitsmessung

Ein weiteres Problem ist die Variation in den Klebrigkeitstestergebnissen. Da Klebrigkeit in „Nestern“ auf dem Feld vorkommt und sich so auch in den Ballen wiederfindet, kann eine einzelne Probe nicht den ganzen Ballen repräsentieren. Dies führt zu einem großen Problem beim Erstellen der Testproben. Es kommt zu Abweichungen der Prüf­ergebnisse innerhalb einer Probe, innerhalb eines Ballens und innerhalb einer Charge.

Die Testergebnisse zeigen, dass die Variationen zwischen den verschiedenen Instrumenten und Laboratorien insgesamt sehr hoch ist. Dagegen erreichen die verschiedenen mechanischen und thermo-mechanischen Prüfmethoden im Gegensatz zu anderen Verfahren gute Korrelationen. Dabei ist eine ausreichende Korrelation zwischen den thermo-mechanischen Testmethoden und der „Mini-Card“ als ITMF-Referenzmethode gegeben.

Dies führt zu dem Schluss, dass ausschließlich thermo-mechanische Testverfahren im Rahmen des Handels genutzt werden sollten. Aktuell gibt es von diesen Verfahren keine Testmethode, die aufgrund ihrer Korrelationen bevorzugt oder ausgeschlossen werden sollte. Methoden der Wahl sind SCT, H2SD und Contest-S.

Für die Zukunft werden Möglichkeiten geprüft, eine gemeinsame Klebrigkeitsskala für alle drei Methoden zu entwickeln, um die vorhandenen Skalen zu harmonisieren. Damit würden die Ergebnisse aller Methoden in die gleiche Skala übersetzt.

Weitere Forschung und Zusammenarbeit notwendig

Es ist wichtig, die Testvergleiche zwischen Laboratorien sowie die entsprechende Forschungsarbeit fortzusetzen. Ziel ist es, einerseits die Beziehung zwischen den Ergebnissen der Klebrigkeitstests und der Klebrigkeit in der Spinnpraxis zu bewerten und andererseits Schwellenwerte für die Auswirkung der Klebrigkeit auf das Spinnen zu finden.

Laboratorien, die in den Baumwollhandel einbezogen sind, sollten regelmäßig ihre Testmethoden überprüfen und an laborübergreifenden Vergleichstest teilnehmen (Stickiness Round Trials). In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, die Ursachen für Ergebnisstreuung und systematische Abweichungen zu analysieren. Zudem sollte geeignetes Material zur Kalibrierung der Klebrigkeit sowie eine Prüfrichtlinie entwickelt werden.

Handelsregeln für die Probenentnahme von Ballen, für Tests und Vorschriften für Messungen müssen die spezifischen Probleme der Klebrigkeit berücksichtigen, insbesondere die starke Variation der Ergebnisse der Klebrigkeitstests.

Lesen Sie den kompletten wissenschaftlichen Artikel hier (englisch, PDF):

Use of Stickiness Test Results for Trading Purposes

Nominierungen für den DNFI Award 2020

Bis zum Einsendeschluss am 11. September erhielt die Discover Natural Fibres Initiative (DNFI) eine beachtliche Vielfalt an Nominierungen für den „DNFI Innovation in Natural Fibres Award 2020“. Acht Finalisten haben sich für die engere Auswahl qualifiziert. Der Gewinner des Awards 2020 wird Anfang Oktober bekannt gegeben.

Die acht Finalisten für den Award 2020 fallen in drei wesentliche Kategorien: die Verwendung von Naturfasern bei der Herstellung von biologisch abbaubaren Kunststoffen und Verbundwerkstoffen sowie praktische Techniken für die Anwendung des integrierten Pflanzenschutzes in der Baumwollproduktion für Kleinbauern und zuletzt neue oder erweiterte Verwendungsmöglichkeiten für Naturfasermaterialien.

Der internationale DNFI Award würdigt Innovationen in der Produkt- und Prozessentwicklung mit Verwendung von Naturfasern sowie Forschung im Bereich der Naturfasern.

Die Bremer Baumwollbörse hat durch Frau Elke Hortmeyer derzeit den Vorsitz der DNFI inne.

Quelle: dnfi.org

Webinar: Bitcoin & Blockchain Basics

Am 24. September 2020 bietet die Bremer Baumwollbörse ein Webinar zu den Grundlagen von Bitcoin und Blockchain an. Das vom Blockchain-Experten Leonard Pust gehaltene Seminar findet im Rahmen des Projektes ‚Blockchain für die GVO-Schlichtung bei Biobaumwolle‘ statt. In diesem Forschungsprojekt untersucht die Bremer Baumwollbörse seit 2018 zusammen mit dem Analyse-
Unternehmen Impetus Bioscience die Anwendung und Umsetzung eines Blockchain-Modells in der Baumwolllieferkette. Ein Ziel ist es, den Nachweis von gentechnikfreier Biobaumwolle in der gesamten Supply Chain zu sichern.

Das Webinar gliedert sich in zwei Teile: Bitcoin Basics sowie Blockchain Basics mit Beispielen aus der Textilwirtschaft. Der Bitcoin Basics-Vortrag gibt einen Überblick über das gesamte Bitcoin-Netzwerk. Er beleuchtet die technologischen Konzepte, auf denen Bitcoin basiert, erläutert wie Bitcoins entstehen und wie das System gesichert wird. Im zweiten Teil steht die Blockchaintechnologie im Vordergrund. In diesem Vortrag werden die Grundlagen sowie Vor- und Nachteile der dezentral ge­sicherten Transaktionskette thematisiert. Auf dieser Grundlage werden passende Anwendungsbeispiele der Blockchain etwa in der Lieferkette der Textilwirtschaft aufgezeigt.

Das Webinar findet am Donnerstag, den 24. September um 10:00 Uhr statt und dauert insgesamt 90 Minuten. Weitere Informationen und Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Für Mitglieder der Bremer Baumwollbörse ist die Teilnahme kostenfrei, Nicht-Mitglieder zahlen einen Unkostenbeitrag von 45,- Euro. Weitere Informationen und Teilnahme:
info@baumwollboerse.de

 

 

 

 

World Cotton Day am 7. Oktober feiert Baumwolle

Zum diesjährigen World Cotton Day am 7. Oktober 2020 macht die weltweite Baumwoll-Community erneut mit zahlreichen lokalen und virtuellen Aktionen auf die Bedeutung des Rohstoffs Baumwolle aufmerksam. Weltweit leben rund 150 Millionen Menschen in ca. 80 Ländern von der Baumwolle. Gerade in Entwicklungsländern ist sie eine wichtige Einnahmequelle, auch weil sie im Gegensatz zu Lebensmitteln lagerfähig ist. Baumwolle wird insbesondere in Afrika, China und Indien vorwiegend von Kleinbauern kultiviert. Anbau und die anschließende Verarbeitung des Rohstoffs bilden mit seiner Lieferkette eine global vernetzte Wirtschaftsbranche.

Naturfaser besticht durch vielfältige Vorteile

Zu einer der wesentlichen Eigenschaften von Baumwolle gehört ihr pflanzlicher Ursprung. Daraus folgt zum einen, dass sie ein nachwachsender Rohstoff ist und zum anderen, dass sie sich sowohl in Wasser wie auch im Boden innerhalb von wenigen Monaten biologisch abbaut. Baumwolle ist eine ausgezeichnete Wahl, die Probleme, die durch Mikroplastik entstehen, aktiv zu verhindern. Weil die Naturfaser außerdem pflegeleicht ist, angenehm zu tragen und schön aussieht, eignet sie sich ideal für nachhaltige Kleidung und Textilien.

Forschung und Innovation rund um Baumwolle

In unzähligen wissenschaftlichen und sozialen Projekten wird außerdem fortwährend daran gearbeitet, Baumwolle im Hinblick auf Qualität, nachhaltige Anbaumethoden und ihre Weiterverarbeitung zu innovativen Produkten zu verbessern. Drohnen, Ernteroboter und Sensoren auf dem Feld sind nur einer kleiner Teil der technischen Innovationen rund um die Baumwolle.

Der Rohstoff ist vielseitig verwend­­­bar. Neben dem we­sentlichen Einsatz der
Faser in der Textilindus­trie wird zum Beispiel das aus den Baumwollsamen gepresste Öl zunehmend in Kosmetik verwendet.

Lokale und virtuelle Aktionen zum Weltbaumwolltag

In diesem Jahr wird es keine zentrale Veranstaltung zum World Cotton Day geben. Stattdessen sammelt das ICAC auf seiner Website alle Aktionen anlässlich des Tages. Auch die Bremer Baumwollbörse beteiligt sich selbstverständlich, wie auch im letzten Jahr schon. Dieses Mal werden Endverbraucher im Fokus stehen, Details folgen in Kürze.

Aka-Tex Grundlagenseminar zu Baumwolle in Bremen: Restplätze frei

Nach dem großen Erfolg der letztjährigen Veranstaltung bietet die Kölner Akademie für Textilveredlung in Zusammenarbeit mit der Bremer Baumwollbörse erneut ein Grundlagenseminar Baumwolle an. Das eintägige Seminar am 30. September 2020 vermittelt Mitarbeitern aus Unternehmen für Werbetextilien, Corporate Fashion, Berufskleidung, textilen Accessoires und des gesamten Textil- und Bekleidungsmarktes Grundlagenwissen und Fachkenntnisse über den Rohstoff Baumwolle.

Die Referenten und Experten der Bremer Baumwollbörse und des Faserinstituts Bremen führen in die Welt des Baumwollhandels und des Rohstoffs selbst ein. Zu den Themen gehören unter anderem Baumwollqualitäten, Anbau und Nachhaltigkeit sowie Handel und Verarbeitung von Baumwolle.

Bei der aus dem April verschobenen Präsenzveranstaltung werden selbstverständlich alle Hygienemaßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 berücksichtigt. Es sind nur noch wenige Plätze frei. Die Veranstaltung bietet Raum für Weiterbildung, Austausch und Diskussion.

Das Seminar  findet am Mittwoch, den 30. September von 10:00 bis 17:00 Uhr in den Räumen der Bremer Baumwollbörse statt.

Weitere Informationen zu Inhalten, Kosten und Anmeldung unter:

In Kooperation mit der Bremer Baumwollbörse, dem Faserinstitut Bremen, dem Sign­forum24 und der Düsseldorfer Fachmesse PromoTex Expo

Jahresbericht 2019 auf Englisch erschienen: Baumwollfakten aus erster Hand

Der aktuelle Jahresbericht der Bremer Baumwollbörse ist nun auch auf Englisch erschienen. Sowohl für unsere Mitglieder als auch in Fach- und Wirtschaftskreisen gilt er als unverzichtbares Nachschlagewerk zu wesentlichen Fragen rund um den Rohstoff Baumwolle. Der Jahresbericht 2019 informiert auf einhundert Seiten ausführlich über Entwicklungen und Trends im internationalen Baumwollmarkt im Jahresrückblick.

Seite aus dem Jahresbericht 2019: Baumwollfakten aus erster Hand

Hierzu dienen Zahlen und Hintergründe zur Baumwollproduktion, zum globalen Handel, zur Preisentwicklung sowie zur Weiterverarbeitung des Rohstoffes in nachgelagerten Produktionsstufen. Ein wichtiger Teil sind informative Tabellen und Grafiken sowie anschauliche Bilder des Baumwollproduktionsprozesses.

Der Jahresbericht kann zu einem Preis von 98,13 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versand erworben werden. Für Mitglieder sowie für die Presse ist er kostenlos.

https://baumwollboerse.de/shop oder: info@baumwollboerse.de

FAKTENCHECK: Pestizide

Im Baumwollanbau werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt, insbesondere um Kapsel­bohrer und weiße Fliegen zu bekämpfen, da diese den Farmer einen Großteil seiner Ernte kosten können.

Eine genaue Zahl über die Anwendungsmenge gibt es nicht, der Schädlingsdruck ist in den rund 80 Anbauländern sehr unterschiedlich. Allerdings kann man den Anteil anhand der Verkäufe ungefähr schätzen: Pestizide, die auch für Baumwolle eingesetzt werden, haben laut Internationalem Baumwollsekretariat (ICAC) einen Anteil von 6,35 Prozent weltweit.

Der Baumwollkapselbohrer, einer der schlimmsten Schädlinge der Baumwolle – Bild von Peggy Greb, USDA Agricultural Research Service

Grundsätzlich sind Pestizide Betriebsmittel, die die Kosten des Baumwoll­anbaus in die Höhe treiben. Sie werden im Allgemeinen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte eingesetzt. Im Rahmen der integrierten Schädlingsbekämpfung greifen viele Farmer auf eine ganze Reihe von Methoden zum Pflanzenschutz zurück, von denen Pestizide nur ein Teil sind.

INNOVATIVE ROHSTOFFPROJEKTE GESUCHT

Der Gemeinsame Fonds für Rohstoffe (CFC) ruft zum 17. Mal dazu auf, bis zum 15. Oktober 2020 Vorschläge für innovative Rohstoffprojekte einzureichen. Der CFC bietet eine Reihe von finanziellen und technischen Instrumenten zur Unterstützung von Geschäftsaktivitäten, die zur Entwicklung des Rohstoffsektors in Entwicklungsländern beitragen. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Landwirtschaft sowie Wertschöpfungsgenerierung und Handel mit Rohstoffen.
Weitere Informationen: Call for Proposals auf der Website des CFCs

ICA Bremen

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Stadtlander

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Rundgang

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Cotton Report

Bremen Cotton Report

Tagungsarchiv

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