Baumwollbörse

Gesetzesvorschläge zu Sorgfaltspflichten in Lieferketten

Am 3. März hat das deutsche Bundeskabinett den „Gesetzes­entwurf über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten“ beschlossen.

Ziel dieses bei den deutschen Wirtschafts- und Industrieverbänden äußerst umstrittenen Gesetzesvorhabens ist die Verpflichtung deutscher Unternehmen, ihrer globalen Verantwortung besser nachzukommen. Anosha Wahidi, Referatsleiterin für nachhaltige Lieferketten im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), stellte den Gesetzesentwurf auch auf der Internationalen Baumwolltagung Bremen Mitte März im Rahmen der Session „Supply Chain Transparency“ vor.

Was das Lieferkettengesetz regeln soll

Die Verantwortung der Unternehmen soll sich entsprechend des neuen geplanten Gesetzes auf die gesamte Lieferkette erstrecken, abgestuft nach den Einflussmöglichkeiten. Die Pflichten müssen dann durch die Unternehmen in ihrem eigenen Geschäftsbereich sowie gegenüber ihren unmittelbaren Zulieferern umgesetzt werden. Mittelbare Zulieferer werden einbezogen, sobald das Unternehmen von Menschenrechtsverletzungen auf dieser Ebene fundierte Kenntnis erhält.

Die im Gesetz formulierte menschenrechtliche Sorgfaltspflicht beinhaltet, dass die Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysieren, Präventions- und Abhilfemaßnahmen ergreifen, Beschwerdemöglichkeiten einrichten und über ihre Aktivitäten berichten müssen. Auch der Umweltschutz ist im Entwurf des Gesetzes erfasst, soweit Umweltrisiken zu Menschenrechtsverletzungen führen können.

Umsetzung ab 2023 geplant

Mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle überprüft eine Behörde die Einhaltung des Gesetzes. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause im Bundestag verabschiedet werden und ab dem 1. Januar 2023 für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden (über 600 Unternehmen in Deutschland) gelten. Ab 2024 soll die Regelung Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden (2.900 Unternehmen) einbeziehen.

Initiative auf europäischer Ebene

Am 10. März hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit einen Initiativantrag für ein Gesetz verabschiedet, das Sorgfaltspflichten für alle in der Europäischen Union agierenden Unternehmen vorsieht.

Bild: Anosha Wahidi © BMZ

 

Alle Sessions und Diskussionen der Internationalen Baumwoll­tagung 2021 wurden aufgezeichnet und sind bereits online verfügbar. Nach dem Einloggen auf der Plattform sind die Videoaufzeichnungen jeweils in der entsprechenden Session abrufbar. Die Präsentationen werden in den nächsten Wochen auf der Plattform und der Website der Bremer Baumwollbörse veröffentlicht.

 

Internationale Baumwolltagung: Bremen ist Baumwolle

Bremen, 19. März 2021: Einmal mehr bestätigte die Internationale Baumwolltagung, wie eng Bremen mit dem Rohstoff Baumwolle und seiner international vernetzten Lieferkette verwoben ist. Schließlich gelang es der Bremer Baumwollbörse und dem Faserinstitut Bremen als Organisatoren der angesehenen Konferenz zum 35. Mal, die Baumwollwelt in Bremen zu versammeln. ‚Bremen‘ ist, so der Eindruck, vor allem international ein Inbegriff für Baumwolle, Baumwollforschung und Baumwollqualität. Mehr als 450 Teilnehmer aus 32 Ländern besuchten die Tagung.

Ein Treffen der Baumwollcommunity im World Wide Web

Die ursprünglich für 2020 geplante Konferenz musste aus bekannten Gründen um ein Jahr verschoben werden. Da aber auch zum aktuellen Zeitpunkt keine Präsenzveranstaltung möglich ist, traf sich die Baumwollcommunity erstmals in der fast 150jährigen Geschichte der Bremer Baumwollbörse in virtuellen Tagungsräumen im Internet.

Fast 90 Sprecher in 14 Sessions

Am 17. und 18. März trugen an die 90 Sprecher und Panelisten mit hochaktuellen Vorträgen oder ihrer Teilnahme an Diskussionsrunden und den Keynotes zum Gelingen der Tagung bei. Bremens Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte, Stephanie Silber, Präsidentin der Bremer Baumwollbörse sowie Prof. Dr. Axel Herrmann, Direktor des Faserinstitut Bremen hatten die Konferenz mit ihren Reden zuvor feierlich eröffnet. Das anschließende Programm mit seinen 14 Sessions überzeugte durch Vielfalt und sein umfassendes Informationsangebot.

Die Tagungssessions waren in zwei parallel laufende Vortragsstränge aufgeteilt, gedacht für Besucher mit unterschiedlichen Informationsinteressen. Im ‚Conceptual Track‘ ging es um Informationsvermittlung zu einem eher politisch, strategischen Themenspektrum. Dies waren etwa nachhaltiger Baumwollanbau, Transparenz in der Lieferkette und unternehmerische Verantwortung. Im eher fachspezifischen ‚Technical Track‘ spielten technologische Fortschritte im Baumwollanbau durch Einsatz von Digitalisierung, Steigerung von Erträgen, Verbesserung von Faserqualität, Qualitätsprüfung und Standardisierung die entscheidende Rolle.

Parallel zu den Sessions fanden Posterpräsentationen bzw. Postertalks und Austauschgespräche mit Experten statt. Sie schlossen zum Teil an Inhalte der Vorträge an oder erweiterten den Erfahrungshorizont mit informativen Impulsen zu weiteren Themen. Hierfür waren auf der Tagungsplattform besondere virtuelle Räume eingerichtet worden, die während der Tagung für Kommunikationszwecke jeglicher Form für Teilnehmer offenstanden.

Expertenwissen State of the Art

Jeder Tagungstag begann mit jeweils zwei beeindruckenden Keynotes aus der Wirtschaft bzw. von Wirtschaftsverbänden, die sich den Herausforderungen der Baumwollindustrie aus unterschiedlichen Blickwinkeln näherten. Zu ihnen zählten Nanda Bergstein, Tchibo, Kai Hughes, ICAC, Heinz Zeller, Hugo Boss AG sowie Michael Alt und Eugen Weinberg, Commerzbank AG.

Beliebte Paneldiskussion am ersten Tag: Verantwortungsvolle Faserproduktion mit Moderator Mark Messura, Cotton Incorporated, La Rhea Pepper (Textile Exchange), Janet O’Reagan (Cotton Incorporated), Alia Malik (Better Cotton Initiative) Dalena White (International Wool Textile Organisation), und Jessica Christiansen (Bayer Crop Science) (Von links oben nach rechts unten) © Bremer Baumwollbörse

Deutliche Akzente setzten Paneldiskussionen zu Themen wie verantwortungsvolle Rohstoffproduktion, Lieferkettentransparenz und Kreislaufwirtschaft. Das galt ebenso für Vorträge zu Fortschritten bei der Baumwollsaatzucht und -produktion, zur Digitalisierung in der Landwirtschaft, Verarbeitungsprozessen von Baumwolle, Baumwollqualität und -prüfung sowie zur Vorstellung innovativer textiler Produkte aus Baumwolle.

Überzeugend war auch die Präsentation des Faserinstituts Bremen zu den Ergebnissen einer in Kooperation mit der Bremer Baumwollbörse weltweit durchgeführten Umfrage unter Spinnereien über störende Qualitätsmängel bei angelieferter Baumwolle, die Verwendung von Fasermischungen sowie den Einsatz von Baumwolle alternativer Produktionsmethoden. Große Aufmerksamkeit fanden auch die Resultate einer weiterführenden Befragung der Bremer Baumwollbörse unter Bekleidungsproduzenten und Einzelhandelsunternehmen. Sie lieferte Aussagen über die Bewertung von Baumwollqualität und sonstiger Baumwolleigenschaften, zur Verwendung von Textilien aus anderen Natur-, Misch- und oder Chemiefasern, zur Bedeutung von Nachhaltigkeit auf Handelsebene und zur Bereitschaft, Beschaffungsprozesse transparent zu machen.

Last but not least fanden an zwei Tagen vor Beginn der Konferenz internationale Netzwerkmeetings sowohl des Steuerungskreises der Discover Natural Fibres Initiative (DNFI) als auch des International Committee on Cotton Testing Methods (ICCTM) der International Textile Manufacturers Federation (ITMF) statt.

„Wir sind sehr stolz, dass die Premiere der Hybridversion der International Cotton Conference Bremen erfolgreich zu Ende gegangen ist. Mein Dank geht deshalb an alle, die das möglich gemacht haben“, betont Stephanie Silber, Präsidentin der Bremer Baumwollbörse und Geschäftsführerin des traditionsreichen Baumwollhandelsunternehmens Otto Stadtlander GmbH.

„Mit der aufmerksamkeitsstarken Zusammenstellung des Tagungsprogramms zeigt sich erneut, wie wertvoll die intensive Zusammenarbeit zwischen Faserinstitut Bremen und Bremer Baumwollbörse ist, bei der sich Wissenschaft und Praxis optimal ergänzen“, so Prof. Dr. Axel Herrmann für das Faserinstitut Bremen (FIBRE).

„Wieder einmal haben die Bremer führende Vertreter der Branche und aus der ganzen Welt zusammengebracht, um sich mit kritischen Fragen und Herausforderungen unserer Industrie zu befassen. Diese Konferenz hat die Nachhaltigkeitsbestrebungen weiter vorangebracht. Dies ist besonders wichtig für uns alle, die die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten von Baumwolle verfolgen.“, bekräftigt Mark Messura, Senior Vice President, Global Supply Chain Marketing Cotton Incorporated.

Prof. Dr. Ing. Thomas Schneider, Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Berlin, ergänzt: „Wir haben gesehen, dass Baumwolle wegen ihrer Eigenschaften als natürlicher, innovativer, nachwachsender und biologisch abbaubarer und auch noch recyclebarer Rohstoff mit Blick auf die Zukunft unverzichtbar ist. Die Möglichkeiten seiner Verwendung gehen weit über die Verarbeitung zu Bekleidung hinaus und sind aus der Sicht der Forschung noch lange nicht ausgeschöpft.“

Die nächste Internationale Baumwolltagung findet vom 30.- 31. März 2022 statt, in dem Jahr des 150. Geburtstages der Bremer Baumwollbörse.

Über die weiteren Inhalte der Baumwolltagung berichten wir fortlaufend und ausführlich in unseren Medien, wie dem Bremen Cotton Report, die Websites von Bremer Baumwollbörse und Faserinstitut sowie über die Social-Media-Kanäle Facebook, LinkedIn und Instagram. Nach wie vor stehen auf der Internetseite der Tagung News und Programmdetails abrufbar zur Verfügung: https://cotton-conference-bremen.de/program/.

Wir freuen uns über eine aktive Berichterstattung. Interviewanfragen werden schnellstens bearbeitet.

In der Pressemitteilung enthaltene Bilder können mit Angabe der Quelle/des Urhebers für die Veröffentlichung verwendet werden.

Für weitere Informationen, Kontakt und Interviewwünsche wenden Sie sich an:

Bremer Baumwollbörse

Elke Hortmeyer, Kommunikation und internationale Beziehungen

Tel.: +49-421-3397016 | E-Mail: hortmeyer@baumwollboerse.de

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Pressemitteilung zum Download: Bremen ist Baumwolle

Baumwolltagung: Topthema: Verantwortung. Auch bei der Rohstoffproduktion

Verantwortungsvolle Faserproduktion, technischer Fortschritt, Biobaumwolle vor Ort, nachhaltige Wollproduktion und noch mehr Baumwolle als Plastikersatz

 

Bremen, den 26. Februar 2021: Die Bremer Baumwollbörse und das Faserinstitut Bremen laden am 17. und 18. März unter dem Motto ‚Passion for Cotton!‘ zur Hybridausgabe der Internationalen Baumwolltagung Bremen ein. Mit hochkarätigen, informativen Vorträgen, abwechslungsreichen Diskussionsrunden sowie seinen Interaktionsmöglichkeiten wird das Treffen der Weltbaumwoll- und Textilwertschöpfungskette seinem hohen Ansehen in der Branche auch diesmal wieder gerecht.

Baumwollknospe auf dem Feld © Bremer Baumwollbörse

Dabei scheut man sich nicht auch Themen aufzugreifen, die in der Öffentlichkeit häufig im Fokus der Kritik stehen. Ein Beispiel dafür ist die zweistündige Paneldiskussion am Mittwoch, dem 17. März, bei der es um die Beantwortung wesentlicher Fragen zu Prozessen und Verfahren verantwortungsbewusster Faserproduktion geht. Hier sollen aktuelle und zukünftige Standards gegenübergestellt und verglichen werden.

 

Mark Messura © Cotton Incorporated

Mark Messura, Senior Vice President der Global Supply Chain Marketing Division bei Cotton Incorporated, Cary, USA, leitet die Paneldiskussion. Er blickt in seiner Laufbahn auf eine 27-jährige Erfahrung bei Produktionsverfahren und der Vermarktung von Baumwolle zurück.

 

Seine Diskussionspartner sind fünf Teilnehmerinnen, die in Bereichen der Agrarforschung und der Naturfaserproduktion sowie bei Nichtregierungsorganisationen tätig sind.

 

La Rhea Pepper © Textile Exchange

La Rhea Pepper: Sie gehört der fünften Generation einer texanischen Baumwollfarmfamilie an. La Rhea Pepper ist Expertin für Biobaumwollanbau und Chief Executive Officer (CEO) von Textile Exchange. Als weltweit operierende Non-Profit-Organisation verfolgt Textile Exchange das Ziel, gemeinsam mit ihren Mitgliedern nachhaltige Produktionsstandards für unterschiedliche Faser- und Materialgruppen zu entwickeln.

 

 

Jessi Christiansen © Bayer Crop Science

Jessi Christiansen ist seit 2018 Global Manager Cotton, Sorghum & Alfalfa für Bayer Crop Science, St. Louis, USA. Zuvor war sie zehn Jahre in verschiedenen Führungspositionen für den Monsanto-Konzern tätig. Als führendes Unternehmen in der Agrarwirtschaft kann Bayer die Zukunft der Landwirtschaft für Landwirte, Verbraucher und unseren Planeten prägen – durch wegweisende Innovationen, neue Standards bei der Nachhaltigkeit und eine beschleunigte digitale Transformation. Bayer investiert weiterhin in erheblichem Umfang in die Baumwollindustrie. Insbesondere zeigt sich dieses Engagement in der robusten Entwicklungspipeline, die das stärkste Keimplasma und die erfolgreichsten biotechnologischen Merkmale der Branche hervorbringt.  Mit seinem gebündelten Know-how aus Saatgutzüchtung, Biotechnologie und digitaler Entwicklung steigert Bayer Crop Science sowohl die Erträge und Faserqualität als auch die Widerstandsfähigkeit von Baumwolle weltweit.

 

Dalena White © IWTO

Dalena White ist General Secretary der International Wool Textile Organisation (IWTO) in Brüssel. Seit 1930 vertritt die IWTO die gemeinsamen Interessen des internationalen Wollhandels und sorgt durch Maßnahmen im Bereich Forschung, Beratung und Information für eine auf Nachhaltigkeit basierende Zukunft der Naturfaser Wolle und ihrer Verarbeitung zu Textilien.

 

 

Janet O’Regan © Cotton Incorporated

Janet O’Regan ist Director Nonwovens Marketing for Cotton Incorporated, USA. In dieser Position evaluiert sie Einsatzmöglichkeiten für Baumwolle im Bereich von Vliesstoffen und weiteren nicht traditionellen Märkten. Gleichzeitig entwickelt sie Strategien zu deren Vermarktung. Sie stellt ein Verfahren zur Verarbeitung von Baumwolle zu einem plastikähnlichen Material vor. Das soll helfen, den Verbrauch erdölbasierter Einweg-Plastikprodukte zu verringern, wie es die Europäische Union mit ihren geplanten Verordnungen anstrebt.

 

In der Paneldiskussion wird auch Alia Malik, Director of Data and Traceability,
Better Cotton Initiative, Schweiz, mitwirken. BCI ist in ausgewählten Ländern seit Jahren darin engagiert, den Baumwollanbau von Farmern auf Basis regionaler Gegebenheiten kontinuierlich zu verbessern. Dabei können die Projekte unterschiedliche Schwerpunkte haben.

 

In der Paneldiskussion wird auch ein Vertreter der Better Cotton Initiative mitwirken. BCI ist in ausgewählten Ländern seit Jahren darin engagiert, den Baumwollanbau von Farmern auf Basis regionaler Gegebenheiten kontinuierlich zu verbessern. Dabei können die Projekte unterschiedliche Schwerpunkte haben.

‘Passion for Sustainability’

Baumwollernte in Indien © Bremer Baumwollbörse

Doch damit nicht genug: Unter der Headline ‚Passion for Sustainability‘ findet am Donnerstag, dem 18. März nachmittags eine Session statt, in deren Mittelpunkt Projekte des nachhaltigen Baumwollanbaus stehen.

Vivek Kumar Rawal, CEO and Director, bioRe India Ltd. berichtet über Herausforderungen und Perspektiven beim Anbau von Biobaumwolle in Indien. Eine wesentliche Aufgabe sieht Vivek Kumar Rawal darin, den Biobaumwollsektor und die Entwicklung von GMO-freiem Saatgut voranzutreiben.

„Passion for Sustainability in Cotton“ lautet das Thema des Vortrags von Suzanne Barratt. Sie ist Manager Communication for Field Crops, Seeds & Traits in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei der französischen BASF-Tochter in Lion. Sie berichtet über Ergebnisse beim Einsatz des ‚Certified Sustainable FiberMax®-Program‘ in Griechenland.

 

Über die weiteren Inhalte der Baumwolltagung und des Rahmenprogramms in ihrem Umfeld berichten wir fortlaufend in weiteren Pressemeldungen. Auch auf der Internetseite der Tagung sind die aktuellen Tagungsnews und Programmdetails einzusehen. https://cotton-conference-bremen.de/program/.

Wir freuen uns über eine aktive Berichterstattung. Interviewanfragen im Vorfeld werden schnellstens bearbeitet. Schon jetzt laden wir Journalisten zur Tagung ein. Das Akkreditierungsformular finden Sie im Anhang zur Pressemeldung. Es ist auch über die Tagungshomepage https://cotton-conference-bremen.de/press/ jederzeit verfügbar.

In der Pressemitteilung enthaltene Bilder können mit Angabe der Quelle/des Urhebers für die Veröffentlichung verwendet werden.

Für weitere Informationen, Kontakt und Interviewwünsche wenden Sie sich an:

Bremer Baumwollbörse

Elke Hortmeyer, Kommunikation und internationale Beziehungen

Tel.: +49-421-3397016 | E-Mail: hortmeyer@baumwollboerse.de

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Über die Internationale Baumwolltagung

Die Internationale Baumwolltagung Bremen – The Hybrid Edition bietet insgesamt 13 Konferenzsessions mit hochaktuellen Themen aus der internationalen Baumwoll- und Textilwirtschaft. Neu im virtuellen Format ist die Möglichkeit, sich zwischen zwei parallelen Vortragssträngen zu entscheiden: Im ‘Conceptual Track’ geht es um aktuelle Herausforderungen und grundlegende Fragen der Branche, während sich der ‘Technical Track’ vorwiegend technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen widmet. Alle Sessions zeichnen sich durch hohe Interaktionsmöglichkeiten in Form von moderierten Chats, Umfragen und Fragerunden aus.

Zusätzlich bietet der ‚Interaction Track‘ Gelegenheit für Break-Out-Sessions, Posterpräsentationen sowie individuell organisierte virtuelle Tischgespräche. Ein digitaler Matchmakingservice, Business-Speeddating sowie umfangreiche Möglichkeiten für Diskussionsrunden in den Pausen runden die Networking-Angebote ab. Zudem ermöglicht es die virtuelle Plattform, jederzeit Fragen an Referenten zu übermitteln und sich mit interessanten Kontakten zu Video- oder Audiocalls zu verabreden. Mehr Informationen über die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten finden sich auf der Tagungswebsite unter https://cotton-conference-bremen.de/virtualexperience/

Organisatoren der Internationalen Baumwolltagung sind das Faserinstitut Bremen e.V. (FIBRE) und die Bremer Baumwollbörse.

Download Pressemitteilung (pdf): Panel Verantwortliche Faserproduktion

Baumwolltagung 2021: So funktioniert fortschrittlicher Baumwollanbau

– Gentechnik heute

– Roboter- und Satellitentechnik in der Anwendung

– Landwirtschaft pur: Saatenzucht, Anbau, Entkörnung

Bremen, den 19. Februar 2021: Am 17. und 18. März öffnen sich die Tore für die Internationale Baumwolltagung Bremen – The Hybrid Edition. Der Treffpunkt der globalen Baumwoll- und Textilwelt ist dieses Mal vornehmlich virtuell.

Transparenz für die gesamte Lieferkette wird gefordert, wohin man blickt. Heute sind Kenntnisse über Baumwolle und den Baumwollanbau nicht nur für Rohstoffproduzenten und den Textilsektor, sondern vermehrt auch für den Einzelhandel als Schlüssel zum Endverbraucher von Bedeutung. Hier hat die Tagung im Rahmen von zwei Sessions am Nachmittag des 17. März einiges zu bieten.

Roboter- und Satellitentechnik im Baumwollanbau

Gaylon Morgan, Direktor für Agrar- und Umweltforschung bei Cotton Incorporated, Cary, North Carolina, USA, leitet als Spezialist für die Weiterentwicklung von Baumwollanbaumethoden die Konferenzsitzungen `Cotton Breeding and Production`. Sie bieten einen Überblick über Entwicklungen im Bereich Saatzucht, den Einsatz von Roboter- und Satellitentechnik im Baumwollanbau sowie die Verbesserung von Entkörnungsprozessen. Dabei stehen Aspekte ökologischer sowie wirtschaftlicher Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Langzeitstudie GMO

David Albers, Product Development Manager für Bayer Crop Science in St. Louis, Missouri, USA, informiert über Ergebnisse einer Langzeitstudie zum Einsatz von transgenem Saatgut. Dabei werden Ertrags- und Qualitätsresultate aus den achtziger Jahren, also diejenigen direkt vor Einführung von transgenem Saatgut, mit denen der letzten vier Jahrzehnte bis heute gegenübergestellt.

Status Quo afrikanischer Saatzuchtsysteme

Marc Giband, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim landwirtschaftlichen Forschungszentrum für internationale Entwicklung (CIRAD), in Montpellier, Frankreich, nahm an Saatzucht-Projekten in West- und Zentralafrika teil. Zusammen mit weiteren afrikanischen und europäischen Wissenschaftlern führte er umfangreiche Analysen zum Stand der Saatzuchtentwicklung in Afrika durch. Noch immer liegen die Erträge im Baumwollanbau auf dem Kontinent weit unter dem Weltdurchschnitt – hier liegen noch große Potentiale brach.

Robotertechnik verändert moderne Landwirtschaft

 Alex Thomasson ist Professor und Leiter der Abteilung Agrar- und Biotechnologie an der Mississippi State University, Starkville, Mississippi, USA. In seinem Vortrag „Robotertechnik für die Baumwollernte“ stellt er Möglichkeiten des Einsatzes von Robotern vor, die den Ernteprozess produktiver machen und den CO2-Ausstoß durch geringeren Einsatz großer Maschinen reduzieren. Zudem können Ernteroboter mehrfach Erntevorgänge innerhalb der Anbausaison durchführen, bei denen sie ausschließlich auf die reifen, geöffneten Baumwollknospen zugreifen. Dies verringert Ernteverluste und sorgt für bessere Faserqualität.

Parallel zu diesem Vortrag lenkt eine Posterpräsentation von Cotton Incorporated den Blick auf Roboter, die beim gezielten Jäten von Unkräutern im Baumwollfeld Einsatz finden, was Einfluss auf den Einsatz von Herbiziden haben kann.

Satellitenaufnahmen machen Probleme beim Pflanzenwachstum deutlich

Die Physikerin Sabrina Melchionna ist Inhaberin des Unternehmens Remote Sensing, Bremen, Deutschland. Sie berät Firmen bei der Erdbeobachtung durch Satelliten und der Datenerfassung. Auf Basis von Satellitendaten entstehen digitale Landkarten, die ökologische Zustandsbilder liefern. In ihrem Vortrag wird sie beispielhaft Erdbeobachtungsbilder von Baumwollfeldern vorstellen, die Aufschlüsse über Pflanzengesundheit und -wachstum liefern. Die Informationen aus den Satellitendaten können Landwirten helfen, ressourcenoptimiert zu arbeiten und qualitativ hochwertigere Feldfrüchte anzubieten.

Verschiedene Satellitenbilder eines Baumwollfeldes in Mississippi © Melchionna – Remote Sensing

Entkörnungsprozesse optimieren

Im Entkörnungsprozess werden nach der Ernte Baumwollfasern von Saatkörnern maschinell getrennt. Greg Holt leitet die Forschungsabteilung Baumwollproduktion und -produktionsprozesse beim US-Landwirtschaftsministerium, Lubbock, Texas, USA. Er zeigt in seinem Vortrag, dass Verunreinigungen durch in Plastik verpackte Baumwolle von auf dem Feld nach der Maschinenernte abgelagerten Rundmodulen zurückzuführen sind. Verbleiben kleinste Plastikpartikel in der Baumwolle, führt dies zu Mängeln beim Färben von Garnen und Geweben und so zu Beanstandungen im Warenausfall.

Carlos B. Amijo, Wissenschaftler beim landwirtschaftlichen Forschungsservice des US-Landwirtschaftsministeriums in Mesilla Park, New Mexiko, USA, informiert über die Entwicklung von Entkörnungstechniken. Diese tragen dazu bei, dass der erzielte Faserlängen-Gleichmäßigkeitsindex den Erfordernissen neuerer und effizienterer Spinnereitechnologie gerecht wird. Dadurch würde die Textilindustrie mit längeren und gleichmäßigeren Fasern versorgt, was die Herstellung von Garnen effizienter macht.

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Über die Internationale Baumwolltagung

Die Internationale Baumwolltagung Bremen – The Hybrid Edition bietet insgesamt 13 Konferenzsessions mit hochaktuellen Themen aus der internationalen Baumwoll- und Textilwirtschaft. Neu im virtuellen Format ist die Möglichkeit, sich zwischen zwei parallelen Vortragssträngen zu entscheiden: Im ‘Conceptual Track’ geht es um aktuelle Herausforderungen und grundlegende Fragen der Branche, während sich der ‘Technical Track’ vorwiegend technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen widmet. Alle Sessions zeichnen sich durch hohe Interaktionsmöglichkeiten in Form von moderierten Chats, Umfragen und Fragerunden aus.

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Pressemitteilung zum Download: So funktioniert fortschrittlicher Baumwollanbau (pdf)

Arbeitsgruppe für Blockchain-basiertes „digitales Lieferkettenmanagement“

Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der textilen Lieferkette gewinnen für viele Einzelhändler eine zunehmende Bedeutung – auch aufgrund möglicher gesetzlicher Neuregelungen. Im Bereich Biobaumwolle konnte die Bremer Baumwollbörse im Rahmen ihres Projektes „Blockchain für die GVO-Schlichtung bei Biobaumwolle“ wichtiges Know-how für den Einsatz der Blockchain in Lieferketten generieren. Zusammen mit weiteren Partnern aus IT, Wissenschaft und Einzelhandel arbeitet die Bremer Baumwollbörse im Projekt „Digitales Lieferkettenmanagement“ nun an einer Blockchain-basierten Lösung für effiziente und sichere Lieferketten. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, ein digitales Netzwerk von TextilunterneLieferkettenmanagement hmen und anderen relevanten Stakeholdern zu schaffen, um einen effizienten Austausch von vertrauenswürdigen Qualitäts-, Nachhaltigkeits- und Statusinformationen direkt zwischen den beteiligten Akteuren zu ermöglichen. Zu den derzeitigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe zählen unter anderem die Einzelhändler kik Textilien und Ernsting’s Family sowie das IT-Unternehmen evan.

Am 1. März 2021 findet das Kick-off Meeting der Arbeitsgruppe statt, zu dem weitere Interessierte herzlich eingeladen sind. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier:

Informationsflyer “Digitales Lieferkettenmanagement” (pdf)

 

Baumwolltagung – Baumwollverarbeitungsprozesse: Technische Weiterentwicklung sichert die Zukunft

Bremen, den 5. Februar 2021: In wenigen Wochen geht die Internationale Baumwolltagung Bremen weltweit an den Start. Die Bremer Baumwollbörse und das Faserinstitut Bremen als Organisatoren präsentieren dieses Mal eine zukunftsgerichtete Tagungsplattform im digitalen Format. Für Professionals aus Wissenschaft und Praxis ist sie von überall auf der Welt besuchbar. Neben den Themen wie Produktion, Nachhaltigkeit im Baumwollsektor, neue, spannende Produkte aus Baumwolle gelten die technischen Vorträge als das Herz der Bremer Tagung.

Der technische Fortschritt gewinnt an Dynamik  

Ringspinnmaschine © Bühler AG

Die Verfahren der Baumwollverarbeitung werden immer produktiver und intelligenter. Dies verdeutlichen Vorträge aus der Textilforschung und dem Textilmaschinenbau zu Fertigungsprozessen.  An beiden Konferenztagen findet jeweils eine Sitzung unter der Leitung von Stefan Schmidt statt. Schmidt ist langjähriger Referent für Wissenschaft und Technik beim Industrieverband Veredlung, Garne, Gewebe und technische Textilien (IVGT), Frankfurt.

 

Vorgestellt werden unter anderem:

 Aus rezyklierten Rohmaterialen werden neuartige Produkte

 Stephan Baz ist Bereichsleiter für Stapelfasertechnologien im Bereich Forschung und Entwicklung des Deutschen Instituts für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf. „Wie verhält sich recyceltes Rohmaterial beim Verspinnen?“ Diese Frage diskutiert Baz in seinem Vortrag und bezieht hier unter anderem Baumwolle, Polyester und technische Fasern aus Carbon mit ein. Basierend auf den jeweiligen Eigenschaften der Rohmaterialien werden Konzepte zur Umwandlung in neue Garne und neuartige Produkte für spezielle Anwendungen vorgestellt.

Verspinnen von Fasern zu Qualitätsgarnen mit hohem Kurzfaseranteil

‘Spinning with a high short fiber content‘ lautet das Thema eines informativen Vortrages von Harald Schwippl. Schwippl ist Leiter Technologie und Prozessanalytik bei der Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur, Schweiz. Er präsentiert die Ergebnisse einer technischen Studie für ein Rotor-Spinnverfahren zur Garnproduktion aus Baumwolle mit hohen Kurzfaseranteilen und/oder Beimischungen von kurzstapligen Kämmlingen. Das von Rieter vorgestellte Verfahren bietet im Vergleich mit konventionellen Prozessen Verbesserungen im Bereich Garnungleichmäßigkeiten und verringert die Produktionskosten.

Verbesserte Kardiertechnologie für mehr Qualität und Produktionsleistung

Kardenband in Spinnerei © Jean-Paul Haessig

Ralf Müller ist Leiter Forschung und Entwicklung im Bereich Spinnereitechnologie bei der Maschinenfabrik Trützschler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach. Im Kadierprozess werden die Baumwollfasern nach einem Vorreinigungsprozess ausgerichtet. In seinem Vortrag stellt Müller ein neues Verfahren zur Regulierung eines optimalen Kardierspaltes als Abstand zwischen der Trommel- und der Deckelgarnitur vor. Intelligente Sensortechnik sorgt dafür, dass sich der Kardierspalt innerhalb der Maschine automatisch einstellt und ihn konstant hält. Ein bisher in der Praxis nicht erreichter minimaler Kardierspalt schafft neue Potentiale zur Steigerung von Qualität und Produktivität von kardierter Baumwolle.

 

Baumwollverunreinigungen vor Verarbeitung minimieren

Oswald Baldischwieler, Product Manager Online-System bei der Uster Technologies AG, Uster, Schweiz, präsentiert Ergebnisse von Praxisstudien des Total Contamination Control-Systems (TTC) der letzten fünf Jahre aus 236 Spinnereien in neun maßgeblichen Textilproduktionsländern wie China, Indien, Bangladesch, Pakistan, Türkei oder Vietnam. Das TTC-System bietet eine permanente Online-Qualitätsüberwachung an allen relevanten Stationen innerhalb des Spinnereiprozesses. Schließlich kann jede kleinste Verunreinigung zu erheblichen Qualitätseinschränkungen führen. Uster geht davon aus, dass sich Verunreinigungen bei gelieferter Baumwolle nicht verringern, vielmehr in Zukunft eher zunehmen werden.

Weniger Haarigkeit bei feinfädigen hochwertigen Ringgarnen

Stuart Gordon ist ein führender Wissenschaftler bei der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) in der Abteilung für Landwirtschaft und Ernährung mit Sitz in Waurn Ponds, Victoria, Australien.  Die Kontrolle der Haarigkeit von Ringgarnen gilt als wichtiger Forschungsschwerpunkt innerhalb der Ringspinnerei. Es besteht im Spinnereisektor ein großes Interesse, unerwünschte Haarigkeit von Garnen und damit eventuell verbundene Pillingeffekte durch neue Techniken bei geringen Investitionskosten zu reduzieren. Ein von Stuart Gordon vorgestelltes neues Aggregat macht dieses möglich.

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Über die Internationale Baumwolltagung

Die Internationale Baumwolltagung Bremen – The Hybrid Edition bietet insgesamt 13 Konferenzsessions mit hochaktuellen Themen aus der internationalen Baumwoll- und Textilwirtschaft. Neu im virtuellen Format ist die Möglichkeit, sich zwischen zwei parallelen Vortragssträngen zu entscheiden: Im ‘Conceptual Track’ geht es um aktuelle Herausforderungen und grundlegende Fragen der Branche, während sich der ‘Technical Track’ vorwiegend technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen widmet. Alle Sessions zeichnen sich durch hohe Interaktionsmöglichkeiten in Form von moderierten Chats, Umfragen und Fragerunden aus.

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Download der Pressemitteilung: Baumwollverarbeitungsprozesse (pdf)

James Johnson: Auswirkungen vonCOVID-19 auf die US-amerikanische Baumwollbranche

Welche Auswirkungen hat COVID-19 auf die US-amerikanische Baumwollbranche und die Vermarktung des Rohstoffs?

James Johnson, Rohstoff Analyst, Auslandsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA FAS), Washington, D.C.,USA

„Da die Pandemie die US-Baumwollfarmen zu Beginn der Aussaat erreichte, waren die Farmer mit kleineren Störungen konfrontiert. Nach der Ernte gab es Berichte über pandemiebedingte Schwierigkeiten bei der Weiterverarbeitung von Saatbaumwolle in Entkörnungsbetrieben. Danach soll der Entkörnungsfortschritt 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen haben. Auch über Verzögerungen bei der Klassierung wurde berichtet. Dies erhöhte die Unsicherheit für die Händler hinsichtlich der Verfügbarkeit von Baumwolle für den Verkauf oder die Lieferung.

Zudem traten Lieferverzögerungen wegen eingeschränkter Betriebs­tätigkeit von Häfen aufgrund von Pandemie-Bestimmungen auf. Ein rückläufiger Verbrauch in den Spinnereien und Webereien trug nicht unbedingt zur Vertragstreue auf Käuferseite bei. Trotz sich erholender weltweiter Nachfrage bleiben viele Probleme. Hohe Exportaktivität von Asien in die USA machte es zuletzt schwer, freie Container zu beschaffen.

Im April fiel der Baumwollverbrauch in den USA um 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der Erholung in letzter Zeit lag der Verbrauch der Spinnerei- und Webereibetriebe im September immer noch 25 Prozent unter Vorjahresniveau. Der Einzelhandel erlebte die gravierendsten langfristigen Auswirkungen. Einige große Einzelhandelsketten sind bereits insolvent und viele befinden sich in einer prekären Situation. Online-Händler stehen durch zunehmenden Konsum im Internet besser da.

Abschließend: Die US-Baumwollindustrie blickt auf eine lange Geschichte mit Höhen und Tiefen zurück und wird auch diese Krise überleben.“

 

Statement aus der Jahresendausgabe 2020 des Bremen Cotton Report

 

Bremer Baumwolltagung: Paneldiskussion: Circular Economy –The Future

Bremen, 29. Januar 2021: Nicht mehr nutzen und wegwerfen, sondern nutzen und weiter erhalten. Ein vieldiskutiertes Branchenthema der kommenden Internationalen Baumwolltagung Bremen mit ihrem Motto ‚Passion for Cotton!‘ ist die „Circular Economy“. Im Kern geht es um den Lebenszyklus von Baumwolle im Sinne der Kreislaufwirtschaft. In Anlehnung an einen „Cradle to Cradle“-Prozess beginnt der Zyklus bei seinem natürlichen Ursprung, läuft über Stationen der Verarbeitung und Nutzung, und endet dann in seinem biologischen Ursprung.

Die Bremer Tagung ist dafür bekannt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Auch im diesjährigen hybriden Format gilt: Wir stellen Fragen und versuchen, Vor- und Nachteile in jeglicher Hinsicht herauszuarbeiten: Die Session ‚Circular Economy – The Future‘ findet am Donnerstag, dem 18. März 2021 statt.

Paneldiskussion mit hochkarätigen Teilnehmern

Unter Leitung von Simon Ferrigno, Derby, UK, findet hierzu die zweistündige Paneldiskussion statt. Simon Ferrigno ist Spezialist für nachhaltige und biologische Produktionssysteme und als Buchautor sowie durch redaktionelle Beiträge in verschiedenen Fachpublikationen bekannt.

Zu den Diskussionsteilnehmerinnen zählt unter anderem Pamela Ravasio aus Zürich in der Schweiz. 2009 gründete sie das Beratungsunternehmen Shirahime. Als Spezialistin für Unternehmensführung und Corporate Sustainability mit Schwerpunkt innovative digitalisierte Prozesse berät sie seit mehr als 15 Jahren europäische Firmen bei der Implementierung nachhaltiger und transparenter Lieferketten. Wesentlich sind hierbei ökologisch verantwortliche und sozialverträgliche Arbeitsweisen.

Kjersti Kviseth, Jar, Norwegen, ist Inhaberin der Design-Agentur 2025. Sie hat sich auf Lifecycle-Design spezialisiert und Prinzipien für ein ‚circular design‘ entwickelt: Hier spielen Themen wie Upcycling und Recycling eine große Rolle. 2019 gewann sie für ihre Arbeiten den Ispo 2019 EcoAward.

Rolf Heimann ist Vorstand der hessnatur Stiftung, Berlin, Deutschland und seit fast 30 Jahren in der Textilökologie tätig. Er hat umweltfreundliche und biologisch abbaubare Farbsysteme und Coatings für Textilien entwickelt. Heimann leitete über 12 Jahre den Fachbereich Corporate Responsibility im Unternehmen hessnatur, einem Versand- und Einzelhandelsunternehmen, das seit seiner Gründung 1976 zu den Pionieren im Markt für nachhaltige Textilien aus Baumwolle und Wolle gehört.

Mary Ankeny ist Vizepräsidentin von Cotton Incorporated, Product Development & Implementation Operation, Cary/NC, USA. Cotton Incorporated beschäftigt sich unter anderem mit Forschungsfragen im Bereich der biologischen Abbaubarkeit von Baumwolle und anderen Fasern wie auch mit dem Thema ‚cottons next life‘ außerhalb der klassischen Bekleidungsbeschaffungskette.

Ernst Grimmelt ist geschäftsführender Gesellschafter der Spinnerei und Weberei Velener Textil in Velen, Deutschland. Vor zwei Jahren entwickelte sein Unternehmen unter der Marke ‚Wecycled‘ ein Produkt, bei dem Produktionsreste aus der Spinnerei und Weberei wieder zu Einzelfasern aufbereitet werden. Durch Beimischung von frischer Baumwolle entstehen daraus wiederum Garne und Gewebe in hoher Qualität. Reste werden also nicht mehr ungenutzt entsorgt, sondern zu neuen Produkten verarbeitet.

Ökologischer und wirtschaftlicher Nutzen auf dem Prüfstand

Ziel der Paneldiskussion ist es, ein Bild der derzeitigen Situation der „Circular Economy“ zu zeichnen. Neben dem ökologischen Nutzen wird auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Verfahren gestellt. Vor- und Nachteile sollen deutlich werden. Zur Diskussion stehen im Rahmen der Wiederverwertung chemische und mechanische Verfahren zur Gewinnung neuer Produkte und Fragen der biologischen Abbaubarkeit von Fasern und Textilprodukten.

Über die weiteren Inhalte der Baumwolltagung und des Rahmenprogramms in ihrem Umfeld berichten wir fortlaufend in weiteren Pressemeldungen. Auch auf der Internetseite der Tagung sind die aktuellen Tagungsnews und Programmdetails einzusehen. https://cotton-conference-bremen.de/program/.

Wir freuen uns über eine aktive Berichterstattung. Interviewanfragen im Vorfeld werden schnellstens bearbeitet. Schon jetzt laden wir Journalisten zur Tagung ein. Akkreditierungen sind über die Tagungshomepage https://cotton-conference-bremen.de/press/ jederzeit möglich. 

Für weitere Informationen, Kontakt und Interviewwünsche wenden Sie sich an:

Bremer Baumwollbörse

Elke Hortmeyer, Kommunikation und internationale Beziehungen

Tel.: +49-421-3397016  | E-Mail: hortmeyer@baumwollboerse.de

www.cotton-conference-bremen.de  |  www.baumwollboerse.de

Über die Internationale Baumwolltagung

Die Internationale Baumwolltagung Bremen – The Hybrid Edition bietet insgesamt 13 Konferenzsessions mit hochaktuellen Themen aus der internationalen Baumwoll- und Textilwirtschaft. Neu im virtuellen Format ist die Möglichkeit, sich zwischen zwei parallelen Vortragssträngen zu entscheiden: Im ‘Conceptual Track’ geht es um aktuelle Herausforderungen und grundlegende Fragen der Branche, während sich der ‘Technical Track’ vorwiegend technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen widmet. Alle Sessions zeichnen sich durch hohe Interaktionsmöglichkeiten in Form von moderierten Chats, Umfragen und Fragerunden aus.

Zusätzlich bietet der ‚Interaction Track‘ Gelegenheit für Break-Out-Sessions, Posterpräsentationen sowie individuell organisierte virtuelle Tischgespräche. Ein digitaler Matchmakingservice, Business-Speeddating sowie umfangreiche Möglichkeiten für Diskussionsrunden in den Pausen runden die Networking-Angebote ab. Zudem ermöglicht es die virtuelle Plattform, jederzeit Fragen an Referenten zu übermitteln und sich mit interessanten Kontakten zu Video- oder Audiocalls zu verabreden. Mehr Informationen über die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten finden sich auf der Tagungswebsite unter https://cotton-conference-bremen.de/virtualexperience/

Organisatoren der Internationalen Baumwolltagung sind das Faserinstitut Bremen e.V. (FIBRE) und die Bremer Baumwollbörse.

Download Pressemitteilung Paneldiskussion: Circular Economy –The Future

Internationale Baumwolltagung Bremen: Der Blick über den Tellerrand

Banknoten aus nachhaltiger Baumwolle, 3-D Datenbank für Gewebe und Farben, die afrikanische textile Supply Chain

Bremen, 22. Januar 2021: In wenigen Wochen findet unter dem Motto ‚Passion for Cotton!‘ am 17. und 18. März die 35. Internationale Baumwolltagung Bremen statt. Die Bremer Baumwollbörse und das Faserinstitut Bremen e.V. (FIBRE) schaffen mit einer innovativen digitalen Hybrid-Edition eine Möglichkeit, durch die sich die internationale Baumwollwirtschaft auf einer virtuellen Tagungsplattform versammeln kann.

Schon am Eröffnungstag, am Mittwoch dem 17. März, macht die Tagung den Weg frei für einen ausgedehnten Blick auf die Baumwolle, ihre wirtschaftliche Bedeutung und nicht immer bekannte Verwendungsrichtungen in der Session ‚Cotton – a Wider View‘:

Banknoten aus nachhaltiger Baumwolle

Bernadette O’Brien vom Directorat Banknoten bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt (EZB) ist verantwortlich für die umwelt- und gesundheitsgerechte sowie die fälschungssichere Produktion von Banknoten. In ihrem Vortrag ‚Der Einsatz von nachhaltigen Baumwollfasern in Euro-Banknoten‘ beleuchtet sie im Rahmen der globalen Nachhaltigkeitsstrategie der EZB die europaweiten Herstellungspraktiken von Banknotenpapier inklusive der Kontrolle der Fertigungsprozesse.

3-D Datenbank für Gewebe und Farben – Digitalisierung sorgt für mehr Baumwollverwendung

Mit einer verstärkt von Digitalisierung geprägten Beschaffungskette beschäftigt sich der Vortrag von Mark Messura, Senior Vice President, Global Supply Chain Marketing, Cotton Incorporated, Cary, USA. Cotton Incorporated hat ein einzigartiges Datenbanksystem errichtet, mit dem Designer auf der ganzen Welt Zugriff auf hunderte von Baumwollstoffen aus unterschiedlichsten Garnen, Webarten und Farbstellungen haben. Alle Stoffmuster stehen digitalisiert in 3-D-Darstellung zur Verfügung. Digitalisierung bedeutet hier, dass physische Eigenschaften eines Gewebes und seiner Bestandteile wie Festigkeit, Textur und Materialfall in elektronische Informationen umgewandelt werden. Diese Informationen können dann in 3D-Design-Software-Programmen für die Produktentwicklung genutzt werden. Designer können ohne Reise und ohne Versand hunderte von Geweben, Farben und Stilen einfach und schnell ausprobieren.

 

Afrikas Textilwertschöpfungskette im Blick

Navdeep S. Sodhi, Partner beim weltweit operierenden Beratungsunternehmen Gherzi Textil Organisation AG, Zürich, Schweiz, beschreibt die bestehenden Strukturen der afrikanischen Baumwolltextilwertschöpfungskette und analysiert Chancen und Risiken einer wirtschaftlichen Weiterentwicklung.

Die afrikanische Baumwolltextilindustrie ist hochgradig fragmentiert. Es fehlt an Verlinkungen zu vorgelagerten Stufen wie dem Baumwollanbau, der Entkörnung und der Vermarktung im Inland. Weniger als 20 Prozent der in Afrika produzierten Baumwolle wird auf dem Kontinent zu vermarktbaren Produkten verarbeitet, während der Rest des Rohmaterials exportiert wird. Chancen für Veränderungen werden in einem historisch zu beobachtendem Trend zur Verlagerung von Textilproduktion in weniger entwickelte Länder gesehen. Grundsätzlich wächst das Interesse internationaler Einkäufer, den Anteil der Beschaffung von nachhaltig produzierten Baumwolltextilien aus aufstrebenden Regionen zu erhöhen. Dadurch wächst die Chance auf ausländische Direktinvestitionen.

Bis zur Tagung werden wir weiterhin in vertiefter Form über weitere Themenschwerpunkte informieren. Parallel dazu findet man auf der Tagungshomepage unter www.cotton-conference-bremen.de fortlaufend aktualisierte Tagungsinformationen. Wir laden Sie herzlich zum Besuch der Hybrid Edition der 35. Internationalen Baumwolltagung ein. Nutzen Sie zur Anmeldung und Registrierung das Presseportal der Homepage. Für weiterführende Fragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung. In der Pressemitteilung enthaltene Bilder können mit Angabe der Quelle/des Urhebers für die Veröffentlichung verwendet werden.

Kontakt:

Bremer Baumwollbörse: Elke Hortmeyer, Direktorin Kommunikation und internationale Beziehungen

Tel.: +49-421-3397016 | E-Mail: hortmeyer@baumwollboerse.de

www.cotton-conference-bremen.de | www.baumwollboerse.de

Über die Internationale Baumwolltagung

Die Internationale Baumwolltagung Bremen – The Hybrid Edition bietet insgesamt 13 Konferenzsessions mit hochaktuellen Themen aus der internationalen Baumwolltextilwirtschaft. Neu im virtuellen Format ist die Möglichkeit, sich zwischen zwei parallelen Vortragssträngen zu entscheiden: Im ‘Conceptual Track’ geht es um aktuelle Herausforderungen und grundlegende Fragen der Branche, während sich der ‘Technical Track’ vorwiegend technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen widmet. Alle Sessions zeichnen sich durch hohe Interaktionsmöglichkeiten in Form von moderierten Chats, Umfragen und Fragerunden aus.

Zusätzlich bietet der ‚Interaction Track‘ Gelegenheit für Break-Out-Sessions, Posterpräsentationen sowie individuell organisierte virtuelle Tischgespräche. Ein digitaler Matchmakingservice, Business-Speeddating sowie umfangreiche Möglichkeiten für Diskussionsrunden in den Pausen runden die Networking-Angebote ab. Zudem ermöglicht es die virtuelle Plattform, jederzeit Fragen an Referenten zu übermitteln und sich mit interessanten Kontakten zu Video- oder Audiocalls zu verabreden. Mehr Informationen auf der Tagungswebsite: https://cotton-conference-bremen.de/virtualexperience

Organisatoren der Internationalen Baumwolltagung sind das Faserinstitut Bremen (FIBRE) und die Bremer Baumwollbörse.

Download der Pressemitteilung ‘A Wider View’ (pdf)

Bilder:

Euro-Banknoten bestehen aus Baumwolle, Quelle: pixabay

Jacquard-Stoffmuster für 3-D Software © Cotton Incorporated, FABRICAST

Baumwollpflückerin in Tansania

Quelle: Ernst Grimmelt, Velener Textil

Alberto Paccanelli: Europäische Textilindustrie gegen COVID-19

Inwiefern unterstützte die europäische Textilindustrie den Kampf gegen COVID-19?

Alberto Paccanelli, Präsident von Euratex, Brüssel, Belgien

„Die europäische Textil- und Bekleidungsindustrie zeigte während der durch COVID-19 ausgelösten Krise große Solidarität. Über 1.000 Unternehmen stellten ihre Produktion in kürzester Zeit auf die Herstellung von Schutzmasken um. In Spitzenzeiten konnten sie bis zu 60 Millionen Masken produzieren. In Deutschland beispielweise stellte jedes zweite Unternehmen seine Produktion um. Im viel kleineren Finnland erzeugen 56 Unternehmen Masken mit einer Leistung von 700.000 Einheiten bis zum heutigen Tag.

Dabei unterstützte EURATEX die Betriebe bei der Beschaffung von Materialien, Know-how und weiteren Komponenten, die für die Umstellung erforderlich waren. Dafür entwickelte der Verband ein Matchmaking-Tool. Hier können Anbieter freie Produktionskapazitäten melden, Testmuster aus unterschiedlichen Stoffen und Qualitäten und Zusammensetzungen anbieten sowie über Zertifzierungsmöglichkeiten und Standardardisierungen informieren, um so von Unternehmen mit Interesse an dem jeweiligen Angebot gefunden zu werden. Das Engagement der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter in den vergangenen Monaten war zweifelsfrei bewundernswert. Es ist jetzt an der Zeit, dass die Regierungen die Industrie durch geeignete Maßnahmen schützen.“

 

Statement aus der Jahresendausgabe 2020 des Bremen Cotton Report

 

ICA Bremen

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