Baumwollbörse

34. Internationale Baumwolltagung Bremen – Tiefe Einblicke in die facettenreiche Baumwollwelt

Qualität, Innovation und Digitalisierung entscheidend

Unter dem Motto „Cotton Insights“ versammelte sich vom 21. die 23. März 2018 die internationale Baumwollbranche im historischen Bremer Rathaus. Mehr als 500 Teilnehmer aus knapp 40 Ländern waren angereist, um sich im Rahmen der von der Bremer Baumwollbörse in Kooperation mit dem Faserinstitut Bremen e.V. organisierten Tagung über die neusten Trends des natürlichen Rohstoffs auszutauschen. Die 34. Internationale Baumwolltagung bot ein abwechslungsreiches, tiefgreifendes Programm, das die aktuellen und brennenden Themen der Branche aufgriff. „Die Bremer Baumwolltagung ist einzigartig, weil sie die extrem diverse Welt der Baumwolle an einem Ort zu zusammenbringt. Sie ist immer wieder eine großartige Gelegenheit, Innovationen kennenzulernen, mit Baumwollhändlern zu sprechen und sich einen Überblick über die Branche zu verschaffen,“ fasst Kai Hughes, Executive Director des ICAC (International Cotton Advisory Committee), Washington seinen Besuch der Tagung zusammen.

Nachhaltigkeit und Baumwolle
In diesem Jahr entwickelte sich aus der Tagung eine ganze Woche mit vielfältigen Veranstaltungen rund um die gesamte Supply Chain der Baumwolle. Mit der SUSTAIN, die in Zusammenarbeit mit dem Weser-Kurier veranstaltet wurde, gelang es, über das Thema Nachhaltigkeit die Brücke zum Endverbraucher zu schlagen. Mit dem Schwerpunkt Afrika rückte ein Kontinent in den Fokus, der auch für die Baumwolle eine besondere Bedeutung hat. Dass das Thema Nachhaltigkeit auch während der Baumwolltagung eine große Bedeutung hat, machte Henning Hammer, Präsident der Bremer Baumwollbörse bereits in seiner Eröffnungsrede deutlich: „Die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Umwelt, Wirtschaft, Soziales spielten in der Baumwollindustrie schon eine Rolle, als das Wort Nachhaltigkeit noch lange nicht in aller Munde war. Viele Veränderungen, die im Sinne der verantwortlichen Landwirtschaft und des verantwortlichen Handels eingefordert werden, brauchen ihre Zeit, viele stehen bereits in den Startlöchern und sehr vieles gibt es ohnehin schon: Wir haben eine äußerst wache, aktive Agrarforschung weltweit.“

Die Keynotes
Die Keynote Session, moderiert von der Journalistin Lisa Boekhoff vom Weser-Kurier, bot den Teilnehmern einen Überblick mit aufschlussreicher Analyse der aktuellen Situation der Baumwolle. Kai Hughes, Executive Director des ICAC betonte in seiner Keynote die Notwendigkeit, glaubwürdige Zahlen und Fakten zu liefern, die Basis für die gesamte Lieferkette sein müssten. Das Marketing von Baumwolle und veränderte Konsumentengewohnheiten in einer globalisierten und digitalisierten Welt waren Gegenstand der Vorträge von Mark Messura, Cotton Incorporated und Robert Antoshak, Olah Inc. Eine Perspektive auf den Rohstoff aus Börsensicht vermittelten Eugen Weinberg und Michael Alt von der Commerzbank.

Rückverfolgbarkeit und Digitalisierung
Auch die Digitalisierung ist ein Querschnittsthema, das sich durch die gesamte Supply Chain der Baumwollbranche zieht. Prof. Dr. Axel S. Hermann, Leiter des Faserinstituts Bremen, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung für die Branche: „Sie ermöglicht neue Wege im Baumwollanbau und in der textilen Verarbeitung, aber beeinflusst auch das Verbraucherverhalten und damit die nötigen Weichenstellungen in der Textilindustrie.“

Im Mittelpunkt steht dabei der Status Quo bei der Implementierung sowie Chancen und Risiken von  digital gesteuerten vertikal integrierten Beschaffungs- und Absatzprozessen und die damit verbundenen Herausforderungen auf Handelsebene.

Ein weiteres aktuelles Thema ist die Rückverfolgbarkeit oder „traceability“, das auch eng mit dem Thema Nachhaltigkeit verbunden ist. Zunehmend wollen Konsumenten heute wissen, ob ihre Lieferanten versprochene Nachhaltigkeitskriterien für ihre Produkte einhalten, auch im textilen Bereich. Folglich wurden auf der Tagung unterschiedliche Techniken zur Prüfung der Echtheit einer angebotenen Baumwolle im fertigen Textil wie DNA-Tests, Fingerabdruck-Analyse-Technik, Marker-Methoden und Block-Chain-Verfahren vorgestellt.

 

Baumwollqualität
Neben den aktuellen Themen wie Digitalisierung und Rückverfolgbarkeit sind Fragen der Baumwollqualität traditionell ein wesentliches Element der Baumwolltagung, das in diesem Jahr mit dem „Spinners Seminar“ weitere Verstärkung erfuhr. Das in Kooperation mit den Verbänden ITMF und IVGT sowie von Baumwollbörse und Faserinstitut durchführte Spinnerei- Seminar übertraf die Erwartungen bei weitem. Mehr als 70 Teilnehmer tauschten sich über den Umgang mit Verunreinigungen bei gelieferter Baumwolle im Verarbeitungsprozess aus.

In einer hochrangig besetzten Expertsession wurden zudem neuste Forschungsergebnisse ausgetauscht, die die Zukunft des Baumwollanbaus sowie der Verarbeitung von Baumwolle zu innovativen Produkten bestimmen.

Weitere Informationen zur Tagung mit aktuellem Fotomaterial finden Sie beigefügt oder im Internet unter: http://cotton-conference-bremen.de/.

Die nächste Internationale Baumwolltagung Bremen findet 2020 statt.

Internationale Baumwolltagung Bremen 21. – 23. März 2018 – Rückverfolgbarkeit von Baumwolle

Möglichkeiten und Grenzen kontrovers diskutiert

Traceability oder Rückverfolgbarkeit: seit geraumer Zeit kommt dem eine immense Bedeutung in der Supply Chain zu. Zuverlässige Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung der Faser – reines Wunschdenken und Marketinginstrument? Fakt ist, Käufer von Baumwollprodukten wollen heute wissen, ob ihre Lieferanten versprochene Nachhaltigkeitskriterien für ihre Produkte einhalten. Auf der Internationalen Baumwolltagung Bremen gehen wir den Fragen in Expertenvorträgen und Diskussionen nach.

Moderiert von Kai Hughes, Executive Director des International Cotton Advisory Committee, Washington, werden unterschiedliche Techniken wie DNA-Tests, Fingerabdruck-Analyse-Technik, Marker-Methoden und Block-Chain-Verfahren vorgestellt. Zur Bewertung und zur Einschätzung von Möglichkeiten und Einschränkungen bei der Anwendung kommen auch die Nachfrager der Technik, die Retailer, zur Klärung ihrer Erwartung zu Wort. Hier darf mit kontroversen Diskussionen gerechnet werden.

Über Techniken zur aktiven Produktmarkierung und den Möglichkeiten nachgelagerter Prüfung informieren Gediminas Mikutes von der Haelixa GmbH, Schweiz und Paul Stenning, Fibremark Solutions Ltd., Großbritannien in ihren Vorträgen.

Zu Möglichkeit der Nutzung von produktinhärenten Identifikationsmöglichkeiten durch Fingerabdrucktechnik spricht Sam Lind, Oritain Global Ltd, Neu Seeland. Hierzu dient die Bestimmung der Element- und Isotopenverteilung in Baumwolle.

Heinz Zeller, Hugo Boss Ticino SA, Schweiz informiert mit dem Thema ‚Transparenz für Mode in einer digitalen Welt‘, über die Erwartungen eines Modeproduzenten und stellt dazu sein auf Block Chain Technologie basierendes Traceability- Modell vor.

Damien Sanfilippo, Better Cotton Initiative, Schweiz, klärt über die Bemühungen der BCI bei der Schaffung von Transparenz in der Lieferkette auf und skizziert zukünftige Wege.

Heinrich Schultz, Cotton South Africa, Südafrika, stellt eine auf sein Land zugeschnittene Sustainable Cotton Traceability Plattform, die auf einem integriertem Beschaffungsmodell basiert, vor, sowie ihre Handhabung in der Praxis.

Ausführliche Informationen zur Internationalen Cotton Conference finden Sie unter:
www.cotton-conference-Bremen.de

Internationale Baumwolltagung Bremen 21. bis 23. März – Innovative textile Prozesse

Veränderungen sind gut: Innovationen in der textilen Verarbeitung führen zu mehr Effizienz in den Prozessabläufen. Diesem Themenkomplex widmet sich auf der Internationale Baumwolltagung in Bremen am Mittwoch, dem 21. März die Session  „Textile Processing“ und liefert ansprechende Beispiele dazu.

Nachhaltig. Michael Tuschak, Mayer & Cie., Deutschland informiert über das 3-in-1-Konzept von Spinitsystems. Spinnen, Reinigen und Stricken sind in einer Maschine zusammengefasst. So kann der Herstellungsprozess von hochwertiger Single-Jersey-Wirkware stark verkürzt werden, was Energiekosten einspart und den CO2-Ausstoß reduziert.
Indigo: Ein alter Farbstoff kommt zu neuen Ehren. Dr. Dean Etheridge von der Texas Tech University, USA spricht in seinem Vortrag über ein innovatives Indigo-Färbeverfahren von Baumwoll-garnen mit Hilfe von Schaum. Dies spart große Mengen an Wasser und wird inzwischen schon vermehrt von großen Marken in der Jeansfertigung genutzt.

Effizienz. Amin Leder, Trützschler Gmbh & Co. KG, Deutschland stellt eine Technik vor, in der der Streckprozess zur Rotorgarnherstellung nicht in einer abgetrennten Maschine erfolgt, sondern in die Kardierung integriert ist. Damit ist es möglich, auch Baumwolle mit höherem Abfallanteil effizient zu verarbeiten.
Effizient. Harald Schwippel, Rieter, Schweiz, stellt zusammenfassend alle vier wesentlichen Spinnereitechnologien für Baumwolle – Ring Spinning, Compact Spinning, Rotor Spinning und Air-Jet Spinning – vor. Sein Vortrag bietet einen Überblick über die Möglichkeiten, die jedes dieser Verfahren in seiner heutigen Entwicklungsstufe zur Herstellung unterschiedlicher Garne bietet und die effizientesten Optionen für verschiedene Einsatzzwecke.

Noch mehr Wissen: Im Vorfeld der Internationalen Baumwolltagung organisieren das Faserinstitut Bremen und die Baumwollbörse am Dienstag ein spezifisches Seminar für Spinnereien, in dem es um den effizienten Umgang mit Verunreinigungen in Baumwolle, von der Eliminierung in der Produktion bis hin zur Entfernung in der Spulerei geht.

Im Rahmen der Experten-Session wird am Freitagmorgen z.B. der Austausch von neusten Forschungsergebnissen auf dem Gebiet von Entkörnungsverfahren im Zusammenhang mit Baumwollqualität diskutiert sowie das Thema Nachweisbarkeit von GMO-freier Baumwolle.
Journalisten sind hierzu herzlich eingeladen. Ausführliche Informationen über die International Cotton Conference finden Sie unter:

www.cotton-conference-Bremen.de

Handlungsfelder nachhaltiger Baumwoll- und Textilproduktion im Blick

Kein Zweifel: Die Diskussion über nachhaltiges Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft, letztlich also über Verantwortung, hat international an Intensität gewonnen. Die vom 21. bis 23. März in Bremen unter dem Motton ‚Cotton Insights‘ stattfindende internationale Baumwolltagung greift dies konsequent auf. Im Rahmen einer mit hochkarätigen Referenten besetzten Diskussion, die am Donnerstag, dem 22. März stattfindet, werden aktuelle Ergebnisse nachhaltigen Wirtschaftens am Beispiel der Baumwoll- und Textilproduktion präsentiert.

Der Begriff ist in aller Munde, doch was konkret bedeutet Nachhaltigkeit? Der westeuropäische Endverbraucher hat eine andere Vorstellung davon als der Farmer aus dem Tschad. Hier helfen Zahlen, Daten und Fakten. Berücksichtigt man globale Gegebenheiten und regionaler Faktoren, ist Nachhaltigkeit  durchaus messbar.

Dr. Jürgen Jansen, der die Diskussion in seiner Funktion als Leiter des Sekretariats des deutschen Bündnisses für nachhaltige Textilien moderiert, wird am Beispiel des Textilbündnisses in die Thematik einführen und die Eckpunkte definieren.

Allan Williams, R & D Manager, Cotton Research & Development Corporation (CRDC), Australien unterstreicht in seinem Vortrag die Notwendigkeit,  Fortschritte im Bereich nachhaltiger Baumwollproduktion mit objektiven, international anerkannten Methoden zu messen. Er macht aber deutlich, dass zur erfolgreichen Umsetzung weit mehr zu tun ist als nur zu messen, man muss auch handeln.

Dr. Jesse Daystar, Vicepresident Cotton Incorporated, USA, und Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit, stellt die neuesten Ergebnisse im Life Cycle Assessmentverfahren vor, das den Lebenszyklus von Fasern und Textilien bis hin zum Endverbraucher umfasst. Zum Beispiel werden Energie- und Wasserverbrauch jeder Fertigungs- und Nutzungsstufe auch in Abhängigkeit von der Nutzungszeit gemessen. Hier kommen dann differenzierte Lösungen zustande.

OECD und FAO haben 2016 einen Leitfaden entwickelt, um Unternehmen zu helfen, Standards für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln einzuhalten. Hilft das der Baumwollproduktion weiter? Sind die Vorschläge überhaupt zeitgemäß oder veraltet?  Diese Fragen stellt Simon Ferrigno, Inhaber des Beratungsunternehmens Sustainable & Organic Farmsystems, Großbritannien.

Eddie Jernigan, Jernigan Global, USA, macht mit seinem Vortrag deutlich, dass das Zeitalter von billigem Polyester in China endet. Die Auswirkungen auf die Umwelt erlangen auf der politischen Ebene zunehmendes Gewicht. Er kritisiert, dass es bisher global grundsätzlich versäumt wurde, ein Auge auf die Umweltauswirkungen der Chemiefaserproduktion zu richten.

Dr. Richard A. Venditti, Professor an der North Carolina State University, USA erklärt, welche Auswirkungen die Freisetzung von unterschiedlichen Mikrofaserarten durch Haushaltswäschen auf Gewässer haben und wie es um die biologische Abbaubarkeit steht.

Weitere Themen der Tagung, die die gesamte Welt der Baumwolle beleuchten, sind innovative Verwendung von Baumwolle in technischen Anwendungen, Baumwollqualität, Baumwollzucht und -produktion, Digitalisierung, Forschung und Textilprozesse.

Neu: Am 20. März von 10:00 bis 17:30 Uhr findet im Vorfeld der Internationalen Baumwolltagung die von der Tageszeitung Weser-Kurier in Kooperation mit der Bremer Baumwollbörse veranstaltete Nachhaltigkeitskonferenz SUSTAIN im Festsaal der Bremer Bürgerschaft statt. Das Thema der ersten Veranstaltung: Zukunft Afrika.

Die internationale Baumwolltagung wird seit mehr als fünfzig Jahren von der Bremer Baumwollbörse in Zusammenarbeit mit dem Faserinstitut Bremen durchgeführt.
Schon jetzt laden wir Journalistinnen und Journalisten nach Bremen ein. Für Fragen und Interviews zu Themen rund um die Naturfaser Baumwolle stehen wir Vorfeld jederzeit zur Verfügung.

Handlungsfelder nachhaltiger Baumwoll- und Textilproduktion im Blick

Kein Zweifel: Die Diskussion über nachhaltiges Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft, letztlich also über Verantwortung, hat international an Intensität gewonnen. Die vom 21. bis 23. März in Bremen unter dem Motton ‚Cotton Insights‘ stattfindende internationale Baumwolltagung greift dies konsequent auf. Im Rahmen einer mit hochkarätigen Referenten besetzten Diskussion, die am Donnerstag, dem 22. März stattfindet, werden aktuelle Ergebnisse nachhaltigen Wirtschaftens am Beispiel der Baumwoll- und Textilproduktion präsentiert.

Der Begriff ist in aller Munde, doch was konkret bedeutet Nachhaltigkeit? Der westeuropäische Endverbraucher hat eine andere Vorstellung davon als der Farmer aus dem Tschad. Hier helfen Zahlen, Daten und Fakten. Berücksichtigt man globale Gegebenheiten und regionaler Faktoren, ist Nachhaltigkeit  durchaus messbar.

Dr. Jürgen Jansen, der die Diskussion in seiner Funktion als Leiter des Sekretariats des deutschen Bündnisses für nachhaltige Textilien moderiert, wird am Beispiel des Textilbündnisses in die Thematik einführen und die Eckpunkte definieren.

Allan Williams, R & D Manager, Cotton Research & Development Corporation (CRDC), Australien unterstreicht in seinem Vortrag die Notwendigkeit,  Fortschritte im Bereich nachhaltiger Baumwollproduktion mit objektiven, international anerkannten Methoden zu messen. Er macht aber deutlich, dass zur erfolgreichen Umsetzung weit mehr zu tun ist als nur zu messen, man muss auch handeln.

Dr. Jesse Daystar, Vicepresident Cotton Incorporated, USA, und Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit, stellt die neuesten Ergebnisse im Life Cycle Assessmentverfahren vor, das den Lebenszyklus von Fasern und Textilien bis hin zum Endverbraucher umfasst. Zum Beispiel werden Energie- und Wasserverbrauch jeder Fertigungs- und Nutzungsstufe auch in Abhängigkeit von der Nutzungszeit gemessen. Hier kommen dann differenzierte Lösungen zustande.

OECD und FAO haben 2016 einen Leitfaden entwickelt, um Unternehmen zu helfen, Standards für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln einzuhalten. Hilft das der Baumwollproduktion weiter? Sind die Vorschläge überhaupt zeitgemäß oder veraltet?  Diese Fragen stellt Simon Ferrigno, Inhaber des Beratungsunternehmens Sustainable & Organic Farmsystems, Großbritannien.

Eddie Jernigan, Jernigan Global, USA, macht mit seinem Vortrag deutlich, dass das Zeitalter von billigem Polyester in China endet. Die Auswirkungen auf die Umwelt erlangen auf der politischen Ebene zunehmendes Gewicht. Er kritisiert, dass es bisher global grundsätzlich versäumt wurde, ein Auge auf die Umweltauswirkungen der Chemiefaserproduktion zu richten.

Dr. Richard A. Venditti, Professor an der North Carolina State University, USA erklärt, welche Auswirkungen die Freisetzung von unterschiedlichen Mikrofaserarten durch Haushaltswäschen auf Gewässer haben und wie es um die biologische Abbaubarkeit steht.

Weitere Themen der Tagung, die die gesamte Welt der Baumwolle beleuchten, sind innovative Verwendung von Baumwolle in technischen Anwendungen, Baumwollqualität, Baumwollzucht und -produktion, Digitalisierung, Forschung und Textilprozesse.

Neu: Am 20. März von 10:00 bis 17:30 Uhr findet im Vorfeld der Internationalen Baumwolltagung die von der Tageszeitung Weser-Kurier in Kooperation mit der Bremer Baumwollbörse veranstaltete Nachhaltigkeitskonferenz SUSTAIN im Festsaal der Bremer Bürgerschaft statt. Das Thema der ersten Veranstaltung: Zukunft Afrika.

Die internationale Baumwolltagung wird seit mehr als fünfzig Jahren von der Bremer Baumwollbörse in Zusammenarbeit mit dem Faserinstitut Bremen durchgeführt.
Schon jetzt laden wir Journalistinnen und Journalisten nach Bremen ein. Für Fragen und Interviews zu Themen rund um die Naturfaser Baumwolle stehen wir Vorfeld jederzeit zur Verfügung.

Baumwolle – die bevorzugte Faser bei empfindlicher Haut

Bremen, 4. Januar 2018. Menschen mit empfindlicher Haut oder auch Neigung zu Neurodermitis wird beim Kauf häufig geraten, Wäsche, Bettwäsche oder auch Bekleidung aus 100% Baumwolle zu bevorzugen. Denn wer kennt das nicht: Man hat sich einen warmen Winterpullover gekauft, zieht ihn an und: er kratzt. Insbesondere bei einer sogenannten atopischen Veranlagung, also der stärkeren Neigung zu trockener Haut und Neurodermitis, spürt man kratzige Textilien besonders stark. Manche reagieren sogar mit Rötungen und Ekzemen darauf.

Aber woran liegt es, dass sich Baumwolle als pflanzliche Naturfaser so gut anfühlt und gut verträglich ist?

Grund ist nach Meinung von Experten vor allem die flache Faserstruktur der Baumwolle. Mikroskopisch gesehen baut sie sich wie die Jahresringe eines Baumes auf, nur dass es sich bei der Baumwolle um Tagesringe handelt. Je länger die Faser der Rohbaumwolle ist, desto feiner lässt sie sich verspinnen. Der Inbegriff für besonders feine und weiche Textilien sind auch heute noch solche aus lang- und extralangstapliger, hochwertiger ägyptischer oder Pima- und Sea-Islandbaumwolle. Gleichzeitig ist die Faser der Baumwolle sehr robust und hat auch weitere Eigenschaften, die sie zum Beispiel für den Einsatz im medizinischen Bereich besonders vorteilhaft macht: Sie kann bei hohen Temperaturen gewaschen werden und ist somit sehr hygienisch. Sie bindet gut Feuchtigkeit und Körperschweiß. Außerdem ist Baumwolle kaum elektrostatisch, teilt also keine Schläge aus und sprüht keine Funken.

Tragekomfort von Textilien

Für die Wahrnehmung der Haut spielt die Faserstruktur eine wesentliche, aber nicht die entscheidende Rolle. Silke Off, Laborleiterin Bekleidungsphysiologie beim Institut Hohenstein erläutert: „Der Tragekomfort wird zu ca. zwei Dritteln vom Wärme- und Feuchtemanagement des Textils bestimmt; ca. ein Drittel entfällt auf den hautsensorischen Komfort.“ Verbrauchern rät die Hautsensorik-Expertin: „Hat das Textil kein Qualitätslabel, das geprüften Tragekomfort belegt, würde ich empfehlen, das Kleidungsstück anzuprobieren oder, wenn das nicht möglich ist, zumindest die Innenseite des Textils auf der Innenseite des Unterarms zu testen.“ Allerdings weist sie auch darauf hin, dass nicht nur die Fasereigenschaften an sich den Tragekomfort von Textilien bestimmen, sondern auch die Art der Verarbeitung zu Garn oder Gewebe.

Garne können auf verschiedene Art versponnen werden. Bei Geweben gibt es unterschiedliche Bindungen, aus denen ein Stoff entsteht. Vorstellen kann man sich das einfach, indem man sich bildlich einen dick gestrickten Baumwollpullover, eine Jeans und ein luftig gewebtes Sommerkleid gegenüberstellt. Auch das Färben der Baumwolle oder die so genannte Ausrüstung mit besonderen Stoffen verändern den Tragekomfort. Im Gegensatz zur neutralen mechanischen Ausrüstung etwa, dem Rauhen oder Schmirgeln, werden zur Erreichung bestimmter Eigenschaften wie ‚bügelfrei‘ oder ‚wasserabweisend’ in der Regel chemische Mittel eingesetzt. Hier stellt sich neben dem Komfort die Frage, inwiefern eine solche Behandlung, inklusive Färben, Auswirkungen auf die Haut haben könnte.

Baumwolle – ein gutes Gefühl

Baumwolle ist gilt nach aktuellen Untersuchungen, wie dem Global Lifestyle Monitor von Cotton Inc. für Verbraucher als sicherste Faser. Sie ist umweltfreundlich, weil sie natürlich, nachwachsend und biologisch abbaubar ist. Kleidung aus Baumwolle kann problemlos häufig gewaschen werden und sieht auch nach vielen Wäschen noch gut aus.

Gern stehen wir Ihnen bei weitergehenden Fragen zur Verfügung – auch im Rahmen eines Interviews.

Baumwolle – die bevorzugte Faser bei empfindlicher Haut

Bremen, 4. Januar 2018. Menschen mit empfindlicher Haut oder auch Neigung zu Neurodermitis wird beim Kauf häufig geraten, Wäsche, Bettwäsche oder auch Bekleidung aus 100% Baumwolle zu bevorzugen. Denn wer kennt das nicht: Man hat sich einen warmen Winterpullover gekauft, zieht ihn an und: er kratzt. Insbesondere bei einer sogenannten atopischen Veranlagung, also der stärkeren Neigung zu trockener Haut und Neurodermitis, spürt man kratzige Textilien besonders stark. Manche reagieren sogar mit Rötungen und Ekzemen darauf.

Aber woran liegt es, dass sich Baumwolle als pflanzliche Naturfaser so gut anfühlt und gut verträglich ist?

Grund ist nach Meinung von Experten vor allem die flache Faserstruktur der Baumwolle. Mikroskopisch gesehen baut sie sich wie die Jahresringe eines Baumes auf, nur dass es sich bei der Baumwolle um Tagesringe handelt. Je länger die Faser der Rohbaumwolle ist, desto feiner lässt sie sich verspinnen. Der Inbegriff für besonders feine und weiche Textilien sind auch heute noch solche aus lang- und extralangstapliger, hochwertiger ägyptischer oder Pima- und Sea-Islandbaumwolle. Gleichzeitig ist die Faser der Baumwolle sehr robust und hat auch weitere Eigenschaften, die sie zum Beispiel für den Einsatz im medizinischen Bereich besonders vorteilhaft macht: Sie kann bei hohen Temperaturen gewaschen werden und ist somit sehr hygienisch. Sie bindet gut Feuchtigkeit und Körperschweiß. Außerdem ist Baumwolle kaum elektrostatisch, teilt also keine Schläge aus und sprüht keine Funken.

Tragekomfort von Textilien

Für die Wahrnehmung der Haut spielt die Faserstruktur eine wesentliche, aber nicht die entscheidende Rolle. Silke Off, Laborleiterin Bekleidungsphysiologie beim Institut Hohenstein erläutert: „Der Tragekomfort wird zu ca. zwei Dritteln vom Wärme- und Feuchtemanagement des Textils bestimmt; ca. ein Drittel entfällt auf den hautsensorischen Komfort.“ Verbrauchern rät die Hautsensorik-Expertin: „Hat das Textil kein Qualitätslabel, das geprüften Tragekomfort belegt, würde ich empfehlen, das Kleidungsstück anzuprobieren oder, wenn das nicht möglich ist, zumindest die Innenseite des Textils auf der Innenseite des Unterarms zu testen.“ Allerdings weist sie auch darauf hin, dass nicht nur die Fasereigenschaften an sich den Tragekomfort von Textilien bestimmen, sondern auch die Art der Verarbeitung zu Garn oder Gewebe.

Garne können auf verschiedene Art versponnen werden. Bei Geweben gibt es unterschiedliche Bindungen, aus denen ein Stoff entsteht. Vorstellen kann man sich das einfach, indem man sich bildlich einen dick gestrickten Baumwollpullover, eine Jeans und ein luftig gewebtes Sommerkleid gegenüberstellt. Auch das Färben der Baumwolle oder die so genannte Ausrüstung mit besonderen Stoffen verändern den Tragekomfort. Im Gegensatz zur neutralen mechanischen Ausrüstung etwa, dem Rauhen oder Schmirgeln, werden zur Erreichung bestimmter Eigenschaften wie ‚bügelfrei‘ oder ‚wasserabweisend’ in der Regel chemische Mittel eingesetzt. Hier stellt sich neben dem Komfort die Frage, inwiefern eine solche Behandlung, inklusive Färben, Auswirkungen auf die Haut haben könnte.

Baumwolle – ein gutes Gefühl

Baumwolle ist gilt nach aktuellen Untersuchungen, wie dem Global Lifestyle Monitor von Cotton Inc. für Verbraucher als sicherste Faser. Sie ist umweltfreundlich, weil sie natürlich, nachwachsend und biologisch abbaubar ist. Kleidung aus Baumwolle kann problemlos häufig gewaschen werden und sieht auch nach vielen Wäschen noch gut aus.

Gern stehen wir Ihnen bei weitergehenden Fragen zur Verfügung – auch im Rahmen eines Interviews.

Tag des offenen Denkmals – ausgebucht!

Am 10. September findet deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals statt. Auch die Bremer Baumwollbörse bietet einige Führungen durch das alte Kontorhaus an.

DIE FÜHRUNGEN SIND AUSGEBUCHT!

Sie können jedoch gerne auch zu einem anderen Termin kommen. Die Bremer Touristikzentrale bietet regelmäßige Führungen durch die Bremer Baumwollbörse an: Bremer Touristikzentrale (BTZ)  Tel: 0421 – 3080010 oder unter

http://www.bremen-tourismus.de/

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Generalversammlung Bremer Baumwollbörse: Henning Hammer als Präsident wiedergewählt

Der Verein der Bremer Baumwollbörse hielt heute seine 143. ordentliche Generalversammlung im 145. Geschäftsjahr ab. Der Vorstand erstattete den Mitgliedern Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr und legte satzungsgemäß seine Rechnungsablage vor. Im Anschluss an die Versammlung wurde das Präsidium des internationalen Verbandes gewählt.

Henning Hammer (41), Geschäftsführer der Otto Stadtlander GmbH, Bremen, wurde im Amt als Präsident der Bremer Baumwollbörse wiedergewählt.

Vizepräsidenten sind wie bisher Ernst Grimmelt (50), geschäftsführender Gesellschafter der Velener Textil GmbH in Velen, Westfalen sowie Fritz A. Grobien (59), geschäftsführender Gesellschafter der Albrecht, Müller-Pearse & Co. Trade (GmbH & Co.) KG, Bremen und Jens D. Lukaczik (51), geschäftsführender Gesellschafter der Cargo Control Germany GmbH & Co. KG, Bremen gewählt.

Der Vorstand setzt sich zusammen aus Rainer Hammer, Otto Stadtlander GmbH, Bremen, Martin Kägi, Hermann Bühler AG, Sennhof (Winterthur)/Schweiz, Jan Kettelhack, Hch. Kettelhack GmbH + Co. KG, Rheine, Axel Trede, Cotton Service International GmbH, Bremen und Hannes Drolle, Getzner Textil AG, Bludenz/Österreich.

Für den ausscheidenden Lüder Vollers, Berthold Vollers GmbH, Bremen wurde Konrad Schröer, Setex-Textil-GmbH, Hamminkeln-Dingden neu in den Vorstand gewählt.
Präsidium und Vorstand verfügen aufgrund ihrer unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte über wertvolles Praxiswissen entlang der gesamten textilen Beschaffungskette, von dem sowohl die Mitglieder der Börse wie auch die Baumwollwirtschaft insgesamt profitieren.

Henning Hammer, Präsident der Bremer Baumwollbörse: „Baumwolle ist ein landwirtschaftliches Produkt. Sie ist ein nachwachsender, biologisch abbaubarer Rohstoff. Fast 250 Millionen Menschen leben weltweit von ihrem Anbau. Für die Textilindustrie sind dies wichtige Argumente in der Nachhaltigkeitsdiskussion. Nicht zu vergessen gibt es eine weltweit eine sehr aktive Baumwollforschung und -Entwicklung, die sich den Themen der Zukunft stellt, wie zum Beispiel Faserqualität, Umweltaspekte, neue Produkte.

Wir als Bremer Baumwollbörse sehen aus unserer unabhängigen und neutralen Position innerhalb der Baumwollindustrie eine wichtige Aufgabe darin, das ständig wachsende Innovationspotential für Baumwolle bei der Verwendung in bewährten Produkten aber auch bei der Umsetzung neuer Produktideen durch aktive Kommunikation hervorzuheben. Innovation und Fortschritt gelten wie auch in anderen Branchen als Treiber der Baumwollwirtschaft.“

Zum Abschluss der Generalversammlung referierte die SPIEGEL-Redakteurin und Wirtschaftsjournalistin Simone Salden zum Thema Polyesterschwemme. Mit der aufklärenden Geschichte hinter der SPIEGEL-Geschichte wurde deutlich, in welchem Ausmaß Chemiefasern unsere Kleiderschränke und Weltmeere ‚durchfluten‘. Zudem gab sie den Teilnehmern der Generalversammlung Tipps zum Umgang von Unternehmen mit kritischen Journalistenanfragen.

 

ICA Bremen: NEUES SCHULUNGSANGEBOT „BAUMWOLLE VERSTEHEN”

Auf der Ebene von Großhandel und Industrie besteht ein wachsendes Bedürfnis, tiefere Einblicke in die Funktionsweisen der textilen Beschaffungskette zu gewinnen. Als Antwort darauf legte die ICA Bremen ein neues Schulungsan­gebot mit dem Titel „Baumwolle verstehen“ auf. Dieser auf Fach-und Führungskräfte in internatio­nal tätigen Unternehmen zuge­schnittene Kurs findet vom 14.-15. März 2017 in Bremen statt. Hier werden Schlüsselthemen der Baumwollbeschaffung behan­delt, insbesondere die textile Lie­ferkette, Baumwoll-Varietäten und Besonderheiten pro Varietät, Handel und Textilverarbeitung the original source.

Dieser Kurs bietet eine ausge­zeichnete Gelegenheit, das Wis­sen über die gesamte textile Lieferkette zu erweitern. Eine Anmeldung zur Schulung ist in Kürze möglich. Weitere Informa­tionen finden Sie alsbald unter www.ica-bremen.org oder neh­men Sie mit uns Kontakt auf: info@ica-bremen.org.

ICA Bremen

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Rundgang

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