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22 Jun | Handelsstreit zwischen China und USA beeinflusst Baumwolle

Der Baumwollpreis hat sich bei 84 US-Cent je Pfund stabilisiert, nachdem er Ende letzter bis Anfang dieser Woche wegen des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China regelrecht unter die Räder gekommen war und binnen drei Handelstagen um 9 US-Cent abstürzte. Als Reaktion auf die Erhebung von US-Zöllen auf chinesische Produkte gilt ab dem 6. Juli in China auch ein Einfuhrzoll von 25% auf US-Baumwolle. Damit wird US-Baumwolle für viele chinesische Käufer prohibitiv teuer. Diese schauen sich daher nun nach Alternativen um. Indische Exporteure berichten bereits von einer stärkeren Nachfrage aus China. Sollten die Strafzölle in der gegenwärtigen Form bestehen bleiben, rechnet Indien mit einer Verfünffachung der Baumwollausfuhren nach China auf 5 Mio. Ballen (850 Tsd. Tonnen). Für die US-Baumwollexporteure sind dies schlechte Nachrichten. Diese dürften es schwer haben, ohne deutliche Preisnachlässe alternative Abnehmer zu finden. Der deutlich gesunkene Preis macht dies bereits deutlich. Baumwolle notiert damit wieder auf dem Niveau von Mitte Mai, aber immer noch deutlich höher als zu Jahresbeginn. Denn gänzlich ersetzen können wird China US-Baumwolle nicht. Zudem dürfte das Baumwollangebot aus Indien wegen der höheren Nachfrage teurer werden. Bisherige Abnehmer von indischer Baumwolle bspw. aus Bangladesch und Vietnam dürften sich ihrerseits nach Alternativen umschauen und möglicherweise bei US-Baumwolle fündig werden. 

Quelle: Commerzbank Commodity Research

Kategorie: Allgemein, Baumwolle

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