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2 Feb | Handlungsfelder nachhaltiger Baumwoll- und Textilproduktion im Blick

Kein Zweifel: Die Diskussion über nachhaltiges Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft, letztlich also über Verantwortung, hat international an Intensität gewonnen. Die vom 21. bis 23. März in Bremen unter dem Motton ‚Cotton Insights‘ stattfindende internationale Baumwolltagung greift dies konsequent auf. Im Rahmen einer mit hochkarätigen Referenten besetzten Diskussion, die am Donnerstag, dem 22. März stattfindet, werden aktuelle Ergebnisse nachhaltigen Wirtschaftens am Beispiel der Baumwoll- und Textilproduktion präsentiert.

Der Begriff ist in aller Munde, doch was konkret bedeutet Nachhaltigkeit? Der westeuropäische Endverbraucher hat eine andere Vorstellung davon als der Farmer aus dem Tschad. Hier helfen Zahlen, Daten und Fakten. Berücksichtigt man globale Gegebenheiten und regionaler Faktoren, ist Nachhaltigkeit  durchaus messbar.

Dr. Jürgen Jansen, der die Diskussion in seiner Funktion als Leiter des Sekretariats des deutschen Bündnisses für nachhaltige Textilien moderiert, wird am Beispiel des Textilbündnisses in die Thematik einführen und die Eckpunkte definieren.

Allan Williams, R & D Manager, Cotton Research & Development Corporation (CRDC), Australien unterstreicht in seinem Vortrag die Notwendigkeit,  Fortschritte im Bereich nachhaltiger Baumwollproduktion mit objektiven, international anerkannten Methoden zu messen. Er macht aber deutlich, dass zur erfolgreichen Umsetzung weit mehr zu tun ist als nur zu messen, man muss auch handeln.

Dr. Jesse Daystar, Vicepresident Cotton Incorporated, USA, und Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit, stellt die neuesten Ergebnisse im Life Cycle Assessmentverfahren vor, das den Lebenszyklus von Fasern und Textilien bis hin zum Endverbraucher umfasst. Zum Beispiel werden Energie- und Wasserverbrauch jeder Fertigungs- und Nutzungsstufe auch in Abhängigkeit von der Nutzungszeit gemessen. Hier kommen dann differenzierte Lösungen zustande.

OECD und FAO haben 2016 einen Leitfaden entwickelt, um Unternehmen zu helfen, Standards für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln einzuhalten. Hilft das der Baumwollproduktion weiter? Sind die Vorschläge überhaupt zeitgemäß oder veraltet?  Diese Fragen stellt Simon Ferrigno, Inhaber des Beratungsunternehmens Sustainable & Organic Farmsystems, Großbritannien.

Eddie Jernigan, Jernigan Global, USA, macht mit seinem Vortrag deutlich, dass das Zeitalter von billigem Polyester in China endet. Die Auswirkungen auf die Umwelt erlangen auf der politischen Ebene zunehmendes Gewicht. Er kritisiert, dass es bisher global grundsätzlich versäumt wurde, ein Auge auf die Umweltauswirkungen der Chemiefaserproduktion zu richten.

Dr. Richard A. Venditti, Professor an der North Carolina State University, USA erklärt, welche Auswirkungen die Freisetzung von unterschiedlichen Mikrofaserarten durch Haushaltswäschen auf Gewässer haben und wie es um die biologische Abbaubarkeit steht.

Weitere Themen der Tagung, die die gesamte Welt der Baumwolle beleuchten, sind innovative Verwendung von Baumwolle in technischen Anwendungen, Baumwollqualität, Baumwollzucht und -produktion, Digitalisierung, Forschung und Textilprozesse.

Neu: Am 20. März von 10:00 bis 17:30 Uhr findet im Vorfeld der Internationalen Baumwolltagung die von der Tageszeitung Weser-Kurier in Kooperation mit der Bremer Baumwollbörse veranstaltete Nachhaltigkeitskonferenz SUSTAIN im Festsaal der Bremer Bürgerschaft statt. Das Thema der ersten Veranstaltung: Zukunft Afrika.

Die internationale Baumwolltagung wird seit mehr als fünfzig Jahren von der Bremer Baumwollbörse in Zusammenarbeit mit dem Faserinstitut Bremen durchgeführt.
Schon jetzt laden wir Journalistinnen und Journalisten nach Bremen ein. Für Fragen und Interviews zu Themen rund um die Naturfaser Baumwolle stehen wir Vorfeld jederzeit zur Verfügung.

Kategorie: Allgemein

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